Neue Lehrpläne gehen am Montag in Begutachtung

Polaschek will neue Lehrpläne verordnen © APA/TOBIAS STEINMAURER

Die lange erwarteten neuen Lehrpläne für die Volksschule, Mittelschule und AHS-Unterstufe gehen am morgigen Montag in eine zehnwöchige Begutachtung. Sie sollen ab 2023/24 gelten und nun breit diskutiert werden.

„Mir ist es ein Anliegen, dass die Lehrpläne überarbeitet werden und daher starten wir jetzt mit den ersten Vorschlägen der Fachexpertinnen und -experten in die öffentliche politische Diskussion“, so Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) in einer Aussendung.

Die Arbeit an den Lehrplänen läuft bereits seit 2018. Pro Unterrichtsfach hätten mindestens zehn Fachpraktikerinnen und -praktiker die Inhalte durchgesehen, hieß es weiter. Im Zentrum der pädagogischen Überlegungen stehe die Kompetenzorientierung. Nach acht Schuljahren sollten Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarstufe I befähigt sein, kritisch zu urteilen und selbstständig weiter zu lernen.

In allen Lehrplänen wird zwischen fachlichen, überfachlichen und fächerübergreifenden Kompetenzen unterschieden. Die fachlichen Kompetenzen sind mit dem jeweiligen Unterrichtsgegenstand verbunden und werden explizit in der jeweiligen Fachbeschreibung ausgewiesen. Zu den überfachlichen Kompetenzen gehören vor allem Motivation, Selbstwahrnehmung und Vertrauen in die eigene Person, soziale Kompetenzen und lernmethodische Kompetenzen. Fächerübergreifende Kompetenzen sind wiederum jene Kompetenzen, die in der Auseinandersetzung mit den erstmals neu geschaffenen übergreifenden Themen erworben werden sollen. Beispiele für übergreifende Themen sind etwa Politische Bildung, Sprachliche Bildung, Informatische Bildung, Wirtschafts- Finanz- und Verbraucherbildung, Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung, Entrepreneurship Education oder Bildungs,-Berufs- und Lebensorientierung.

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