Neue Linzer TU auch ein Vorbild

Nationalrat fixiert gesetzlichen Rahmen für geplante Digital-Universität

Zumindest am Anfang wird die neue akademische Einrichtung im vorhandenen Science Park ein Zuhause finden.
Zumindest am Anfang wird die neue akademische Einrichtung im vorhandenen Science Park ein Zuhause finden. © JKU

Mit den Stimmen von ÖVP, Grünen und FPÖ hat der Nationalrat vor der Sommerpause am Freitag das Gesetz über die Gründung des „Institute of Digital Sciences Austria“ in Linz auf den Weg gebracht.

SPÖ und Neos verweigerten jeweils ihre Zustimmung. Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) sieht in dem Beschluss „einen wesentlichen Beitrag zur innovativen Weiterentwicklung der österreichischen Wissenschafts- und Forschungslandschaft“, wie er in der Debatte betonte.

Die TU könne zudem ein Vorbild für bestehende Hochschulen werden. Der Linzer Abgeordnete Klaus Fürlinger (ÖVP) sprach von einem „guten Tag für die Wissenschaft, die Digitalisierung und die Stadt.“

Positiv zeigte man sich auch bei der FPÖ, eine Regierungspartei in OÖ. Gerhard Deimek betonte den regionalen Nutzen, etwa durch die Nähe zu wichtigen Projekten bei Forschung & Entwicklung.

Skeptische SPÖ und Neos verweigern Zustimmung

Die Welser SPÖ-Abgeordnete Eva-Maria Holzleitner konstatierte, bis heute seien noch viele Fragen offen. Die SPÖ lehnte daher das Gesetz ab und beantragte eine Rückverweisung in den Ausschuss. Ähnlich begründeten die Neos ihre Ablehnung.

Für OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger ist das Stimmverhalten von SPÖ und Neos — vor allem der Abgeordneten aus OÖ — unverständlich: „Damit stimmten beide gegen Zukunft, Innovation, Arbeitsplätze und gegen alle weiteren positiven Aspekte, die mit dieser historischen Gründung einhergehen.“

Im nächsten Schritt folgt nun die Einrichtung eines Gründungskonvents, bestehend aus insgesamt neun Mitgliedern. Dabei handelt es sich um das strategische Organ in der Gründungsphase.

Der Endausbau der neuen Einrichtung soll erst 2036/2037 mit dann 6300 Studierenden erreicht sein. Finanziell sind für 2022/2023 18,4 Mio. Euro vorgesehen, die aus dem Wissenschaftsministeriums kommen. Ab 2023/24 soll die Finanzierung der neuen Universität gemeinsam mit dem Land OÖ getragen werden.

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