Neue „Rebecca“ soll ab September Wiens Musicalfans einheizen

Ab dem 22. September wird es wieder spannend bei den Vereinigten Bühnen Wien (VBW): Dann feiert im Raimund Theater die hier 2006 uraufgeführte Hitchcock-Adaption „Rebecca“ Premiere, für die der letzte Vorhang in Wien 2008 gefallen war. Seither haben zwei Millionen Besucher in zwölf Länder auf zehn Sprachen das Werk des Erfolgsduos Sylvester Levay und Michael Kunze gesehen, das nun in seine „Heimat“ zurückkehrt. Präsentiert wurde das Vorhaben am Donnerstag.

„Man hatte uns gesagt: Eine Kriminalgeschichte ist kein guter Stoff für ein Musical“, erinnerte sich dabei Kunze an die Anfänge des Projekts, den Roman von Daphne du Maurier für die Bühne zu adaptieren: „Aber diese Geschichte ist deshalb gut für ein Musical, weil sie sehr viel Unausgesprochenes enthält.“ So bleibt mehr Raum für die Musik, die ausdrücken kann, was die Worte nicht erzählen. „Das Publikum wird wie ein Schiff auf den Wellen der Emotionen getragen, die fließen“, umriss Komponist Sylvester Levay das Konzept: „Sie sollten bitte Ihre Taschentücher mitnehmen.“

Das Zusammenwirken von Musik und Text soll nun auch wieder die Wiener Inszenierung der „Rebecca“ ab Herbst zeigen. Man hat mit Francesca Zambello dafür die Originalregisseurin aus 2006 zur Verfügung. Und doch sollen die Fans durchaus eine modernisierte Fassung der einstigen Inszenierung zu sehen bekommen. „Wir wollen immer auch neue Aspekte einarbeiten, wenn wir ein Stück nach so langer Zeit wiederbringen“, betonte VBW-Musicalintendant Christian Struppeck. So werde etwa die brennende Stiege am Ende mit neuer Technik abgefackelt: „Das wird heiß.“

Zu dieser Betriebstemperatur im Publikum beitragen soll auch das Ensemble, das am Mittwoch enthüllt wurde. So wird der deutsche Genrestar Mark Seibert als Maxim de Winter nach Wien zurückkehren – für seine sechste Show im Raimund Theater, seinem „Wohnzimmer“: „Aber auch nach 20 Jahren auf der Bühne habe ich viel Spaß an der Arbeit.“

Ihm zur Seite als seine zweite Frau wurde die niederländische Newcomerin Nienke Latten verpflichtet, die selbst Musik komponiert: „In der Coronazeit habe ich selbst angefangen, Songs zu schreiben.“ Ihr große Liebe bleibe aber das Theater, versicherte die VBW-Elevin. Und ebenfalls zum ersten Mal für eine VBW-Produktion engagiert wird Willemijn Verkaik, Niederländerin mit Broadway-Erfahrung, welche die diabolische Mrs Danvers interpretiert, nachdem sie heuer bei der Oscar-Gala für den „Frozen“-Songs auf der Bühne stand.

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(S E R V I C E – )

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