„Neue zeitliche Perspektive gibt Schwung“

Landestheater: Schneider und Poschner verlängern frühzeitig Verträge

Landeshauptmann Thomas Stelzer (2 .v. l.) mit der Dreier-Geschäftsführung der TOG: (v.l.) Hermann Schneider, Markus Poschner und Thomas Königstorfer
Landeshauptmann Thomas Stelzer (2 .v. l.) mit der Dreier-Geschäftsführung der TOG: (v.l.) Hermann Schneider, Markus Poschner und Thomas Königstorfer © Land OÖ

Es war der erfolgreichste Saisonstart seit der Eröffnung des Musiktheaters am Linzer Volksgarten. 42.500 Karten wurden heuer bereits im September und Oktober verkauft. „Never change a winning team“ würde der Engländer sagen, die Oö. Theater- und Orchester GmbH (TOG) macht Nägel mit Köpfen.

Gestern gab Landeshauptmann Thomas Stelzer bekannt, dass sowohl der Vertrag des Intendanten des Landestheaters, Hermann Schneider, als auch der von Markus Poschner, Chefdirigent des Bruckner Orchesters, verlängert wurde. „Es ist uns erfreulicherweise gelungen, die Verträge von Schneider und Poschner frühzeitig um je fünf Jahre zu verlängern“, so Stelzer.

Regulär wäre Schneiders Vertrag bis September 2021 gelaufen, jener von Poschner bis 2022. Bereits im Sommer habe man vor allem über inhaltliche Perspektiven Gespräche geführt und sich auf eine so langfristige Partnerschaft einigen können, sagt der Landeshauptmann. „Wir werden den eigenständigen, selbstbewussten und ambitionierten Weg weitergehen.“Der habe dem Theater in den vergangenen Jahren zahlreiche Auszeichnungen und internationales Ansehen beschert. „Auch Andere beginnen sich sehr für unserer Leitung zu interessieren“, so Stelzer.

Die Tanzkompanie, das Bruckner Orchester und mehrere Produktionen des Landestheaters sind derzeit für renommierte Preise wie den Nestroy nominiert. Auch das Publikum goutiere den mit Schneider und Poschner eingeschlagenen Weg, betont Stelzer.

Land zwischen Tradition und Moderne

Sowohl Schneider als auch Poschner zeigen sich erfreut über die Verlängerung. „Ich empfinde diese Ehre aber auch als Verpflichtung“, sagt Schneider. Nur mit so einem Vertrauen „können etwas entstehen“, betont Poschner: „Dieses Land ist kulturell so reich, zwischen Tradition und Moderne, Avantgarde. Genau da schlägt mein Herz.“ Mit der neuen zeitlichen Perspektive lasse sich sehr viel Schwung holen, könne man Ideen umsetzen. Man würde jetzt etwa auch mit der Planung des Brucknerjahres 2024 beginnen.

Eine so langfristige Bindung gebe auch Möglichkeiten, weitere Kooperationen mit internationalen Häusern anzudenken, geht Schneider weiter, der auch sagt, dass er in Bezug auf seine Spartenchefs „sehr an Kontinuität interessiert“ sei.

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