Neuer Corona-Cluster um zwei Polizeiinspektionen in Salzburg

In der Stadt Salzburg hat sich ein neuer Covid-Cluster gebildet. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, sind die zwei Polizeiinspektionen am Hauptbahnhof und im Stadtteil Itzling betroffen. Bei drei Beamten wurde das Virus bereits nachgewiesen, ein weitere Person wies Symptome auf. Beide Inspektionen wurden vorübergehend geschlossen und alle dort Beschäftigten außer Dienst gestellt.

Die Räume in den zwei Dienststellen und die Polizeiautos werden nun desinfiziert, die Aufgaben der beiden Posten zwischenzeitlich von umliegenden Polizeiinspektionen wahrgenommen. Das Contact-Tracing und das Containment laufen seit Montagabend auf Hochtouren.

Rund 100 Polizistinnen und Polizisten und Sondereinsatzkräfte werden noch im Laufe des Dienstags zu den Drive-In-Testungen des Roten Kreuzes geschickt. Erst wenn ihre Testergebnisse vorliegen, werde über die weitere Vorgangsweise entschieden, hieß es. Mit Ergebnissen rechnete Stadtpolizeikommandant Manfred Lindenthaler allerdings frühestens am Mittwoch, vielleicht auch erst am Donnerstag.

Der Krankheitsausbruch wird von der Behörde mittlerweile als “Cluster C” geführt. Zuletzt war es in Salzburg rund um einen Clubabend der Rotarier (“Cluster A”) und um zwei private Seniorenwohnheime (“Cluster B”) zu größeren Krankheitsausbrüchen gekommen. Wie die Stadt mitteilte, sei der erste Cluster bereits rückläufig, der zweite konnte eingekapselt werden und sei stabil.

In Salzburg galten mit Stand Dienstagfrüh insgesamt 21 in der Landeshauptstadt gemeldete Personen als erkrankt. 80 Personen wurden als Kategorie 1-Kontakte per Bescheid abgesondert, 50 Personen als Kategorie 2-Kontakte behördlich verkehrsbeschränkt. Die Zahl der aktiv Erkrankten im ganzen Bundesland ist in den vergangenen Tagen immer um die 50 Personen gelegen.

Auch die Volksschule Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) wurde am Montag wegen eines Covid-19-Falles geschlossen. Eine erwachsene Person wurde positiv auf das Coronavirus getestet, bestätigte Anton Heinzl, Sprecher der Gesundheits-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ), am Dienstag Medienberichte. Allen Kindern, die die Ferienbetreuung in der Schule besucht hatten, sei ein freiwilliger Corona-Test angeboten worden. Hochrisiko-Kontaktpersonen wurden bereits in Heimquarantäne geschickt. Laut Helmut Haider, dem Amtsleiter der Gemeinde Langenzersdorf, betrifft dies sechs Menschen.

Zudem habe die Gemeinde die ABC-Abwehrschule des Bundesheeres angefordert, um das Gebäude zu desinfizieren. Eine Begehung sei bereits durchgeführt worden, eine offizielle Bestätigung eines Einsatzes stehe aber noch aus.

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