Neuer Obmann will frischen Wind

Mühlviertler Museumsstraße: Gemeinsames Marketing & Kooperationen

Von Astrid Braun

Nach mehr als 30 Jahren zieht sich der Gründer und bisherige Obmann der Mühlviertler Museumsstraße, Herbert Roiß, zurück. Er will sich mit voller Kraft der Renovierung der Kirche von Zettwing widmen. Als sein Nachfolger wurde Alfred Atteneder gewählt. In der Mühlviertler Museumsstraße sind derzeit 27 Museen, Sammlungen und Freilichtmuseen von Leopoldschlag bis Pregarten und Bad Leonfelden bis Sandl vereint. Neu dazu gekommen sind die Mechanische Klangfabrik und das Textile Zentrum von Haslach.

Kürzere Funktionsperiode

„Eine der ersten Änderungen, auf die wir uns geeinigt haben, ist, dass die Funktionsperiode des Obmanns von fünf Jahren auf zwei Jahre herabgesetzt wurde, da muss es dann eine Generalversammlung geben“, so Atten- eder. Der 64-Jährige hat viel um die Ohren, bleibt er doch u. a. auch Obmann des Färbermuseums in Gutau, das nicht zuletzt durch die Aufnahme des Blaudrucks in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit neuen Aufwind erlebt. Zur neuen Funktion sagt Atteneder: „Wir wollen frischen Wind reinbringen.“ Den Fokus wolle er zunächst auf einen gemeinsamen Werbeauftritt legen: „Es wird ein Prospekt geben mit einer Übersichtskarte, in der alle Standorte eingezeichnet sind. Außerdem möchte ich, dass vor jedem Museum so eine Tafel steht, wie in Gutau, wo die Besucher gleich sehen, was kann ich in der Umgebung noch machen.“ Weiters soll verstärkt mit Tourismus und Gastronomie zusammengearbeitet werden: „Schon bei der Buchungsbestätigung müssen die Wirte vor Ort angeführt werden. In Gutau haben wir es geschafft, dass 70 Prozent der Besucher, die mit dem Bus kommen, auch hier bleiben und hier essen.“

Erweiterung

Längerfristig sei die „Ausdehnung“ der Museumsstraße beispielsweise Richtung Grein angedacht. Als erster Schritt der Erweiterung wurden das Weihnachtsmuseum Harrachstal und die Museumslandschaft in Haslach neu aufgenommen.