Neuer Tech2b-Chef: „Wollen künftig noch internationaler werden“

Start-ups sollen über die Grenzen gehen und Investoren nach OÖ kommen

Der gebürtige Salzburger Raphael Friedl studierte an der JKU sowie der Limak und ist seit 2013 bei der Tech2b.
Der gebürtige Salzburger Raphael Friedl studierte an der JKU sowie der Limak und ist seit 2013 bei der Tech2b. © Tech2b

Von Christoph Steiner

Mit Tech2b unterhält das Land Oberösterreich seinen eigenen Hightech-Inkubator. Dessen Aufgabe ist es, Start-ups zu fördern und Gründungsvorhaben auf ihrem schwierigen Weg von der guten Idee bis zum Markterfolg zu unterstützen. Die Erfolge können sich sehen lassen, 280 erfolgreiche Gründungsvorhaben mit aktuell mehr als 1200 Beschäftigten stehen bisher auf der Habenseite. Aktuell betreut man insgesamt rund 60 Vorhaben.

Neuer Geschäftsführer

Mit Anfang Juli wird die Führung der Tech2b neu aufgestellt. Der gebürtige Salzburger Raphael Friedl übernimmt die Geschäftsführung von Markus Manz, der nach Hagenberg wechselt.

Im Gespräch mit dem VOLKSBLATT gab Friedl einen ersten Einblick in seine Pläne für die Zukunft von Tech2b. Über allem steht dabei die Internationalisierung in all ihren Facetten. Einerseits sollen die betreuten Start-ups ihre Fühler noch mehr über die Grenzen Österreichs ausstrecken, anderseits sollen mehr ausländische Investoren und Unternehmen in das Tech2b-Netzwerk integriert werden.

„Stehen um nichts nach“

Einer der Hauptgründe für das Streben nach mehr Internationalität ist laut Friedl vor allem die unterschiedliche finanzielle Dimension, in der man sich bewegt. In anderen Ländern gäbe es bedeutend größere Investorengruppen, auch seien die Unternehmen dort weiter, was das Thema Start-up-Investitionen betrifft, so der Salzburger.

Was die Start-up-Seite betrifft, so gäbe es hier kaum Unterschiede, betont Friedl. Die internationale Konkurrenz habe vielleicht einen besseren finanziellen Background, aber inhaltlich – von der technischen Genialität oder auch vom Innovationsgrad der Vorhaben– können die oberösterreichischen Start-ups absolut mithalten, ist er überzeugt.

Finanzkräftige Investoren

Als ein Grundproblem macht Friedl aus, dass Oberösterreich und auch Österreich international noch zu wenig sichtbar sind. Daran müsse auch im österreichischen Verbund mit anderen Initiativen gearbeitet werden. Das Potenzial für heimische Start-ups wäre dann ungemein größer. „In Österreich sind größere Investments über 2 oder 3 Millionen kaum abbildbar. Wo anders ist das eine kleine Runde“, umreißt der kommende Tech2b-Chef die Dimensionen.

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