Neuerliches Erdbeben auf Lombok fordert 142 Tote

Unter den zahlreichen Verletzten befinden sich auch zwei Urlauber aus Österreich — Massenevakuierung auf beliebter Ferieninsel

JAKARTA — Erst vor einer Woche hatte ein Erdbeben auf Lombok 17 Todesopfer gefordert, Sonntag um 19.42 Uhr Ortszeit bebte die Erde auf der indonesischen Ferieninsel erneut – und mit viel schlimmeren Auswirkungen. Beim Beben der Stärke 7,0 sind laut zuständigen Provinbehörden 142 Menschen ums Leben gekommen.

Unter den Hunderten Verletzten befinden sich auch zwei Österreicher. Wie Thomas Schnöll, Sprecher des Außenministeriums, am Montag sagte, sollten die beiden am Abend zunächst nach Jakarta ausgeflogen werden. Ihre Blessuren dürften leichter Natur sein. Mittlerweile hätten sich 21 Österreicher bei der Botschaft gemeldet.

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Hunderte Verletzte wurden vor beschädigten Spitälern im Freien im Hauptort Mataram und in anderen schwer getroffenen Gebieten behandelt.

Laut Sutopo Purwo Nugroho, Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde, müssten auf Lombok voraussichtlich 20.000 Menschen aus dem Erdbebengebiet in Sicherheit gebracht werden. Auf den benachbarten Gili-Inseln seien die Rettungskräfte mittlerweile etwa 2700 indonesischen und ausländischen Touristen zu Hilfe gekommen.