Neues Miteinander von AK und WKOÖ

Kammern richten Clearingstelle zur Klärung von Rechtsfragen ein

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und AK-Präsident Johann Kalliauer wollen künftig wieder besser zusammenarbeiten.
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und AK-Präsident Johann Kalliauer wollen künftig wieder besser zusammenarbeiten. © WKOÖ/Röbl

Eine, österreichweit einzigartige, gemeinsame Clearingstelle für gemeinsame Probleme und Rechtsfälle haben die Wirtschaftskammer (WKOÖ) und die Arbeiterkammer (AKOÖ) Oberösterreich eingerichtet.

Erklärtes Ziel ist es, bei allen Rechtsfragen zu einer gemeinsamen Sichtweise zu kommen und Lösungen zu suchen, denn oft gebe es bei arbeitsrechtlichen Fragen unterschiedliche Sichtweisen, erklärt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.

Die Rechtsabteilung sei sowohl bei der Wirtschaftskammer, als auch bei der Arbeiterkammer die am meisten nachgefragteste Servicestelle. Die neue Clearingstelle wird mit jeweils zwei Vertretern der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer beschickt und vorerst für ein Jahr eingerichtet. Die Besprechungen finden abwechselnd in der WKOÖ und der AKOÖ statt und können jederzeit im Anlassfall einberufen werden.

„Ich freue mich darauf, weil es ein anderes Verständnis unserer Interessenspolitik signalisiert und ich hoffe, dass wir viele Probleme lösen können“, so Hummer. Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner begrüßt die neue Form der Zusammenarbeit von Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer in Oberösterreich.

„Aus der Sicht des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich ist es sehr erfreulich, dass sich Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer auf eine neue Zusammenarbeit geeinigt haben. Gerade in schwierigen Zeiten wie jetzt braucht es eine von allen Sozialpartnern gemeinsam getragene Standortpartnerschaft anstelle von ideologischen Konflikten“, so der Landesrat.

Auch die neue geschäftsführende Landesobfrau des OÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB, LH-Stv. Christine Haberlander, begrüßt den „Re-Start“ der Sozialpartnerschaft. „Ich freue mich, dass Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer mit konkreten Maßnahmen wieder enger zusammenrücken. Als ÖVP-Arbeitnehmerbund stehen wir seit jeher für eine funktionierende Partnerschaft zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, vor Ort in den Betrieben, in der Politik und auf allen Ebenen der Sozialpartnerschaft“, so Haberlander.

Corona-Arbeitsstiftung eingerichtet

Da die Corona-Krise viele Betriebe vor große Herausforderungen stellt, wird seitens der WKOÖ und der AKOÖ auch Geld in die Hand genommen und eine Arbeitsstiftung ins Leben gerufen.

„Wir wollen Angebote für Menschen schaffen, die arbeitslos sind, oder von der Arbeitslosigkeit bedroht sind“, so AKOÖ-Präsident Johann Kalliauer. Nähere Details sollen in den nächsten Tagen ausgearbeitet werden.

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