Neunjährige in englischer Hafenstadt erstochen aufgefunden

In England ist ein neunjähriges Mädchen erstochen worden. Zwei Menschen wurden in Verbindung mit der Tat in der Stadt Boston festgenommen, wie die Polizei in der Grafschaft Lincolnshire am Freitag mitteilte. Weitere Angaben etwa zu Geschlecht und Alter der Verdächtigen oder den Umständen machte die Behörde nicht. Das Kind war am frühen Donnerstagabend auf einer ruhigen Straße im Stadtzentrum gefunden worden. Die Familie werde psychologisch betreut, hieß es.

Anrainer und Politiker reagierten schockiert. Die Hafenstadt Boston im Osten des Landes war 2016 der Ort mit den meisten Morden und Mordversuchen pro 100.000 Einwohnern in England und Wales. In Großbritannien ist Messergewalt weit verbreitet. Am Wochenende wurden allein in London drei Menschen bei unterschiedlichen Verbrechen erstochen sowie ein Mensch in der südenglischen Stadt Southampton. Oft geht es um Gewalt unter Teenagern. Zuletzt sorgte der Fall der zwölfjährigen Ava für Aufsehen. Ein zum Tatzeitpunkt 14 Jahre alter Bub hatte dem Mädchen im November 2021 im Stadtzentrum von Liverpool im Streit um ein Snapchat-Video ein Messer in den Hals gestoßen. In vielen Fällen spielen Bandenkriminalität oder Drogen eine Rolle.

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