Nicht nur Filzmoser überraschte

Judo: Gold bei Blitzcomeback — Auch 15-Jährige einfach nur „cool“

Mit lädiertem rechten Knie holte Sabrina Filzmoser (in weiß) ihren insgesamt 14. Staatsmeistertitel.
Mit lädiertem rechten Knie holte Sabrina Filzmoser (in weiß) ihren insgesamt 14. Staatsmeistertitel. © Judo Austria/Sellner

Die Judo-Staatsmeisterschaften vor der Corona-bedingten „Geisterkulisse“ in Oberwart waren für Oberösterreich mit fünf Goldmedaillen überaus erfolgreiche.

Dabei staunten die Fans via Livestream vor allem über ein Comeback und eine ganz junge Siegerin.

Erst knapp vor dem Wettkampf entschied sich Sabrina Filzmoser (Multikraft Wels/bis 57 kg), nur 52 Tage nach ihrem Kreuzbandriss wirklich auf Gold loszugehen — am Ende mit Schmerzen, aber erfolgreich. „Ich fühle mich phasenweise noch unsicher, aber das Knie hat gehalten, auch beim entscheidenden Wurf“, freute sich die 40-jährige „Grand Dame“, die seit jeher hart im Nehmen ist. Die entscheidende Wertung gelang ihr gegen Lisa Grabner übrigens kurz vor dem Ende mit dem angeschlagenen rechten Bein.

In der Klasse bis 52 kg kämpfte sich die erst 15-jährige Carina Klaus-Sternwieser (Askö Reichraming) zum Sieg. „Auf einen Titel in der U-16 bzw. U-18 warte ich noch. Cool, dass ich jetzt schon in der allgemeinen Klasse Gold habe“, lachte die Überraschungs-Dame.

Die weiteren OÖ-Titel ging wieder aufs Wels-Konto: Daniel Leutgeb (-60), Kimran Borchashvili (-66) und Shamil Borchashvili (-90).

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