Niederländische Solidaritätsgeste nach Anschlag in Wien

Mit bunten Tulpen möchten die Niederlande ihre Solidarität zu Österreich nach dem Terroranschlag in Wien zeigen. Die 10.000 geschenkten Zwiebeln werden im 1., 10. und 15. Gemeindebezirk eingesetzt und sollen im kommenden Frühjahr die Stadt bunter machen, hieß es beim symbolischen Einpflanzen erster Tulpenzwiebel mit Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und dem niederländischen Botschafter Aldrik Gierveld am Donnerstag.

„Blumen sind ein schönes Zeichen für Optimismus“, sagte Ludwig, der sich gleich mehrfach bei Gierveld für die symbolische Geste bedankte. Die beiden Herren pflanzten am Vormittag die ersten Knollen am Fuße der Ruprechtsstiege beim Schwedenplatz – in unmittelbarer Nähe der Tatorte des Anschlags.

Insgesamt seien heuer 600.000 Tulpenzwiebeln aus den Niederlanden in Wien eingesetzt worden – nun kommen 10.000 weitere dazu, wurde betont. Sie werden nicht nur in der City, sondern auch im Kurpark Oberlaa und im Märzpark im Frühjahr erblühen.

„Es ist ein Zeichen des positiven Weiterlebens“, betonte Ludwig und freute sich, dass sich die Wiener im kommenden Jahr an den bunten Pflanzen erfreuen und so Anteil nehmen können. Beim Einsetzen der ersten Zwiebeln gab der Botschafter dem Bürgermeister wichtige Tipps und äußerte sich außerdem positiv darüber, dass es am Abend Regen geben könnte, da dies gut für die Pflanzen sei. Es gehe aber nicht nur um ein symbolisches Miteinander, man möchte Österreich auch weiterhin unterstützen. „Wir stehen Seite an Seite mit Österreich und Wien“, betonte Gierveld.

Bürgermeister Ludwig wiederum sieht die Niederlande im Bereich Terrorprävention als Vorbild. „Deswegen macht es Sinn, gerade nach so einem fürchterlichen Anschlag zu schauen, welche Länder es besser machen“, sagte er und forderte raschere Aufklärung und ein besseres Präventionskonzept. „Jeder Tag, an dem das nicht getan wird, bedeutet einen Tag weniger Sicherheit“, sagte er. Weiters lobte er den Zusammenhalt in der Gesellschaft. „Es gibt ein neues ‚Wir‘, das deutlich macht, dass wir uns von Terror nicht in die Knie zwingen lassen“, sagte er.

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