Niederlande siegen bei EM-Generalprobe gegen Georgien 3:0

Der letzte Probegalopp der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft vor der EM ist geglückt. Die „Oranjes“ setzten sich am Sonntagabend in Enschede gegen Georgien völlig verdient mit 3:0 durch und gingen im Gegensatz zum 2:2 gegen Schottland am Mittwoch als Sieger vom Feld. Die Tore für Österreichs EM-Gruppengegner erzielten Memphis Depay (10.) mit einem verwandelten Foul-Elfmeter sowie Wout Weghorst (55.) und Ryan Gravenberch (76.), die erstmals im Teamdress trafen.

Die Niederländer legten schon früh den Grundstein für den Sieg. Depay war erfolgreich, nachdem Lasha Dvali den Gastgeber-Rechtsverteidiger Denzel Dumfries gefoult hatte. Für den 27-jährigen Lyon-Stürmer war es der 26. Treffer im Nationalteam. Nummer 27 verhinderte der georgische Tormann Giorgi Loria mit einer tollen Parade auf der Linie (15.). Dieser zeigte auch bei Schüssen von Weghorst (37.) und Frenkie de Jong (43.) sein Können.

Nach Wiederbeginn durfte der 28-jährige Weghorst nach Depay-Zuspiel ausgiebig über sein Tordebüt im sechsten Spiel jubeln. Loria verhinderte in der Folge neuerlich einen Depay-Doppelpack (67.). Der Ex-Manchester-United-Kicker war in der Offensive das Um und Auf und hatte auch beim dritten Treffer seine Beine im Spiel. Loria konnte einen Depay-Abschluss zwar abwehren, war gegen den Kopf-Abstauber von Gravenberch aus kürzester Distanz aber machtlos.

Georgien war mit Sturm-Graz-Akteur Otar Kiteishvili in der Offensive harmlos, das Gefährlichste war ein Latten-Weitschuss von Jambul Jigauri (85.). Für die Niederländer wird es bei der EM kommenden Sonntag (21.00 Uhr) gegen die Ukraine in Amsterdam erstmals ernst.

Ebenfalls eine erfolgreiche Generalprobe brachte England hinter sich. Die „Three Lions“ besiegten Rumänien vor eigenem Publikum mit 1:0. Mit diesem Ergebnis hatte man am Mittwoch auch die ÖFB-Auswahl bezwungen. In der Startelf gab es gleich neun Veränderungen. Zum Matchwinner in Middlesbrough avancierte Stürmer Marcus Rashford (68.) mit einem Elfmeter.

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Zehn Minuten später scheiterte Jordan Henderson vom Elfmeterpunkt am rumänischen Tormann Florin Nita und verärgerte damit seinen Teamchef Gareth Southgate. Nach der Auswechslung von Rashford und James Ward-Prowse hätte eigentlich Dominic Calvert-Lewin schießen sollen. Henderson schnappte sich beim Comeback allerdings den Ball und vergab. „Ich war zuversichtlich, aber es war kein großartiger Elfmeter und eine gute Abwehr“, sagte Henderson der BBC.

Ebenfalls mit dem Minimalvorsprung von 1:0 setzte sich Belgien im Duell zweier EM-Teilnehmer gegen Kroatien durch. Den Ausschlag für den Heimerfolg in Brüssel gab ein Treffer von Inter-Mailand-Stürmer Romelu Lukaku, der nach ungewollter Vorlage seines Inter-Mitspielers Marcelo Brozovic in der 38. Minute volley aus fünf Metern einschoss. Einen Doppelpack von Lukaku verhinderte Kroatien-Tormann Dominik Livakovic (88.). Auch der Ausgleich wäre aber noch möglich gewesen, den machte Thibaut Courtois mit einer Parade bei einem Abschluss von Josip Brekalo zunichte (91.).

Siegreich waren zudem die EM-Teilnehmer Schottland (1:0 in Luxemburg) und Dänemark (2:0 gegen Bosnien-Herzegowina).

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