No time to die, but time to drive

Begleitend zum jüngsten 007-Kinoereignis namens „Keine Zeit zu sterben“ erschien im Motorbuch-Verlag der zweite Band von Siegfried Tesches Nachschlagewerk zu den motorisierten Helfern von Superagent James Bond.

In vier Kapiteln lässt Tesche in umfassend recherchierten Artikeln legendäre Filmszenen wieder aufleben, garniert sind die Berichte zu den Fahrzeugen mit kurzweiligen Anekdoten und Kuriositäten aus der Bond´schen Geheimdienstgarage.

Diese ist, der langen Liste an 007-Abenteuern und der Liebe des Protagonisten zu flotten Gefährten, entsprechend vollgeparkt. Die illustre, PS-strotzende Gesellschaft glänzt dank Exemplaren namens Bentley, Aston Martin, Jaguar, BMW, Kenworth, Ford oder BSA. Mit dem russischen T-55 kurvt sogar ein riesiger Kampfpanzer durch die imaginären Kulissen des Buches.

Gute zwei Jahre lang tauchte Autor Tesche tief in die Historie der Fahrzeuge ein und förderte lesenswerte Details zu Tage, eine „Aufmerksamkeit, die Drehbuchautoren, Spezial-Effekte-Spezialisten, Designer und Fahrzeugbauer redlich verdient haben“.

Auch der Mann hinter James Bond, Kult-Autor Sir Ian Fleming, wird vorgestellt, dessen Liebe zu noblen Autos sich in den Drehbuch-Vorlagen der Bond-Filme selbstredend niederschlug. So setzte Fleming in seinem 1953 erschienenen Roman „Casino Royale“, dem ersten Bond-Abenteuer, seinen später von Sir David Niven gespielten Helden in einen Bentley 4,5 Litre Kompressor, Baujahr 1923. In späteren Epen sollte James Bond sodann seine Liebe zu Aston Martin (DB5 bis Vanquish) entdecken und mit dem unpatriotisch-deplatzierten Umstieg auf einen bayerischen Roadster (BMW Z3) die englische Presse schockieren: „Wie soll ein britischer Geheimagent die Welt retten, wenn er in einem deutschen Auto sitzt?“ Tja, Bond-Fans wissen längst, dass der Welten Rettung dennoch glückte, was leider nicht einmal Sir James gelang, war die Rettung der britischen Fahrzeugindustrie.

Die literarische Rettung des Weihnachtsfestes kann – nicht nur für Bond-Liebhaber – dank der Akribie Tesches hingegen allemal gelingen. Das gut 240 Seiten starke Nachschlagewerk zu den motorisierten Mitstreitern von 007 ist nämlich bestens geeignet, lange, dunkle Winterabende humorvoll und faktenreich zu erhellen.

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James Bond 007 – Ein Bond ist nicht genug. Motorbuch Verlag Stuttgart, 240 Seiten, 29,90 Euro

 

Von Andy Hörhager

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