Noch drei Kandidaten für Johnson-Nachfolge

Wer folgt Johnson in die Downing Street? © APA/AFP/NIKLAS HALLE'N

Im Rennen um die Nachfolge von Boris Johnson als Parteichef der britischen Konservativen und Premierminister ist die Abgeordnete Kemi Badenoch als Letztplatzierte am Dienstag ausgeschieden. Die bisher kaum in Erscheinung getretene Abgeordnete und frühere Staatssekretärin für Gleichstellung hatte sich am rechten Rand der Tory-Partei positioniert. Nun sind noch drei Kandidaten im Rennen. Ex-Finanzminister Rishi Sunak erhielt am Dienstag die meisten Stimmen.

Die verbliebenen Bewerber sollen sich am Mittwoch einer letzten Abstimmungsrunde in der Fraktion stellen. Mit dem Ergebnis wird um 17.00 Uhr (MESZ) gerechnet. Der oder die Letztplatzierte fliegt raus. Wer von den beiden dann übrigen zwei Kandidaten die Johnson-Nachfolge antritt, entscheiden die 200.000 Parteimitglieder in einer Briefwahl über den Sommer. Am 5. September soll das Verfahren abgeschlossen sein.

Als beinahe schon gesetzt für die Endrunde gilt Ex-Finanzminister Rishi Sunak, der am Dienstag laut Reuters mit 118 Stimmen die meiste Unterstützung erhielt. Um den zweiten Platz konkurrieren Außenministerin Liz Truss (86 Stimmen) und Handelsstaatssekretärin Penny Mordaunt (92 Stimmen). Entscheidend dürfte sein, wer die meisten Abgeordneten hinter sich bringen kann, die zuletzt für Badenoch gestimmt hatten. Sie erhielt am Dienstag 59 Stimmen.

Der Nachfolger Johnsons als Vorsitzender der Partei steht automatisch an der Spitze der Regierung, da die Tories die größte Partei im Unterhaus sind. Johnson hatte sich auch nach mehreren Verfehlungen nicht zu einem Rücktritt durchringen können. Erst nach dem Abgang zahlreicher Mitarbeiter aus Protest gegen Johnsons Vorgehen hatte er sein Ausscheiden angekündigt. Er will aber im Amt bleiben, bis die Nachfolge geklärt ist.

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