Noch kein einziger Linz-Abflug im Oktober fixiert

Am Airport wird noch über die Linienflüge nach Düsseldorf und Frankfurt verhandelt

Es ist unklar, wie viele Flieger in Linz im Oktober abheben werden.
Es ist unklar, wie viele Flieger in Linz im Oktober abheben werden. © Flughafen Linz

In permanenten Verhandlungen befindet sich derzeit der Linzer Flughafen, um in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie zumindest ein Restprogramm an Flügen zusammenzubringen.

Ein Blick auf die Vorschau-Tafel der Abflüge zeigt wenig Erfreuliches: Die letzten Urlaubs-Charter nach Griechenland fliegen bis Ende September, danach folgen bereits mit Flugzeiten im Oktober die ägyptischen Badeorte Hurghada und Marsa Alam sowie die Linienflüge nach Düsseldorf.

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Aktuell kann man für keinen der Flüge eine Sicherheit abgeben bzw. sind die Ägpyten-Flüge nur noch nicht von den Anbietern aus dem System genommen worden.

Im Ernstfall droht ein Oktober ohne regulären Passagier-Verkehr am Airport Linz. Denn auch die in „normalen Zeiten“geflogene Frankfurt-Verbindung ist mehr als fraglich.

Ein denkbar schlechter Einstand ist dieses Jahr auch für den Caterer DoN. In Zusammenarbeit mit dem Gastronomiepartner DoN hatte man in Hörsching die Krise genutzt, um das Café in der Abflughalle völlig neu zu gestalten. Eine Serviceoffensive sollte es werden, diese verpufft aber nun aufgrund der ausbleibenden Gäste.

Flughäfen unter Druck

Linz steht mit seinen Problemen nicht alleine da: Erst vor kurzem hatte der Hauptstadtflughafen in Wien vermeldet, dass die Zahl der Passagiere im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75 Prozent auf 797.716 abgesackt war. Auf bisherige Jahressicht bis August sank das Passagieraufkommen um 69 Prozent auf 6,46 Millionen Fluggäste.

Der Münchner Flughafen, immerhin Deutschlands zweitgrößter Flughafen, hat bereits einen signifikanten Stellenabbau angekündigt. In Linz setzt man noch bis Ende März auf Kurzarbeit. Rund 150 Personen sind aktuell am Flughafen angestellt.

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