Norah Jones: Pick Me Up Off The Floor

Mit „Pick Me Up Off The Floor” liefert Norah Jones ein perfekt ausgereiftes Album, das die neunfache Grammy-Gewinnerin von ihrer besten Seite als Singer-Songwriterin präsentiert.

Ihren angejazzten Folk-Pop präsentiert die in Brooklyn geborene Jones auf dem neuen Album so anmutig wie selten zuvor. Meist sind wenige, produktionstechnisch wunderbar klar abgegrenzte Instrumente zu hören, gespielt von Könnern wie Jeff Tweedy (Gitarre), John Patitucci (Bass) oder Brian Blade (Schlagzeug).

Die elf Songs haben viel Raum zum Atmen, jede schöne Nuance kommt zur Geltung. Und Jones singt mit ihrer warmen, immer leicht schläfrigen Altstimme so selbstbewusst und elegant wie selten zuvor. „Pick Me Up…“ punktet mit souveränen, teilweise etwas düsteren Stücken wie „Flame Twin“ und „Heartbroken, Day After“ oder der tollen, reduzierten Ballade „Heaven Above“ an der Seite ihres langjährigen Musikerfreundes Jeff Tweedy.

Nach „Begin Again“ (2019), schon vom Titel her ein typisches Übergangswerk, hat Norah Jones ihre Songwriter-Karriere jetzt auf hohem Niveau konsolidiert. Die neuen Lieder habe sie zunächst als Roh-Einspielungen auf ihrem Smartphone gehört, „wenn ich mit meinen Hund Gassi ging“. Dann verliebte sie sich in das Material, rief vertraute Kollegen ins Studio — und daraus wurde mit „Pick Me Up Off The Floor“ eine ihrer stärksten Platten.

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