Novak zog trotz Out positives Resümee

Tennis: Trotz Verkühlung ohne Satzverlust durch die Qualifikation der US Open marschiert und in Runde eins Benoit Paire gefordert

„Die Hitze der Stadt ist im Sommer brutal“, sang schon Rainhard Fendrich: Das gilt derzeit ganz besonders bei den US Open in New York, wo sich Novak Djokovic mit in ein Handtucht gewickelte Eiswürfel kühlt.
„Die Hitze der Stadt ist im Sommer brutal“, sang schon Rainhard Fendrich: Das gilt derzeit ganz besonders bei den US Open in New York, wo sich Novak Djokovic mit in ein Handtucht gewickelte Eiswürfel kühlt. © AFP/Clary

Das Abenteuer US Open ist für Dennis Novak nach dem Erstrunden-Aus samt erstmaliger Qualifikation ohne Satzverlust vorbei. Der seit Dienstag 25-jährige Niederösterreicher hätte sich den Traum vom Zweitrunden-Duell mit Roger Federer fast erfüllt, doch am Ende musste er sich Benoit Paire (FRA) doch in vier knappen Sätzen beugen. Dennoch zog Novak eine positive New-York-Bilanz.

„Ja, vor allem, weil ich ja überhaupt nicht gewusst habe, ob ich überhaupt herfliegen kann. Mir ist es vor dem Abflug so schlecht gegangen“, erinnerte Novak an seine Verkühlung mit Fieber im Vorfeld. Darum sah es mit etwas Abstand trotz der eigentlich nicht nötigen Niederlage gegen Paire schon wieder etwas besser aus. „Dass ich mich ohne Satzverlust qualifiziere und es mir bei solchen Bedingungen körperlich auch wieder gut gegangen ist, das freut mich schon. Es war ein gutes Match, der Benoit Paire ist ja kein Nasenbohrer.“

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Tatsächlich war in der Partie zwischen der Nr. 140 und der Nr. 56 der Weltrangliste kaum ein Unterschied zu sehen. Auch sein Coach Günter Bresnik sah es so: „Wenn du ihm zuschaust, hast du das Gefühl, er ist voll dabei. Das ist kein Qualifikant, der da reinschnuppert, sondern Einer, der wirkt, als ob er das ganze Jahr auf der Tour spielt.“ Bresnik bedauerte die Niederlage auch, weil es gerade diese Matches sind, die die Erfahrung bringen. „Wenn er ein bisserl besser serviert, dann behaupte ich, dass er es in drei Sätzen gewinnt. Er hat sich bemüht, da gibt es nichts zu bekritteln.

Hoffen auf Start beim Davis Cup und in Wien

Ehe es für Novak wieder zu kleineren Schauplätzen auf Challenger-Ebene geht, wird er wohl beim Heim-Davis-Cup in Graz gegen Australien einlaufen.

Danach ist vorerst einmal ein Challenger in Sibiu geplant. „Dann werde ich in die Halle auf Hardcourt wechseln, hoffentlich mit dem Höhepunkt in Wien“, hofft er auf einen Startplatz beim Heimturnier.

P.S.: Das Spiel von Dominic Thiem gegen Steve Johnson (USA) war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch im Gange. Infos finden Sie auf:

www.volksblatt.at