Nun drohen Betretungsverbote in überfüllten Skigebieten

Skiliftbetreiber betonen Anstrengungen, Anschober will durchgreifen

Keine Menschenmassen auf engem Raum mehr in den Skigebieten: Die Betreiber bemühen sich, die Regeln einzuhalten. Das Gesundheitsministerium will strengere Kontrollen.
Keine Menschenmassen auf engem Raum mehr in den Skigebieten: Die Betreiber bemühen sich, die Regeln einzuhalten. Das Gesundheitsministerium will strengere Kontrollen. © feratel webcam

Nur eine kurze Diskussion löste gestern die Forderung von Seilbahn-Chef Franz Hörl nach einem Ende der Personenbeschränkungen in den Gondeln auf 50 Prozent aus. Denn noch am Nachmittag reagierte das Gesundheitsministerium mit einem Erlass samt neuen Vorschriften für die Skigebiete. Seit dem Start in die Skisaison hatte es zuletzt heftige Diskussionen über den Ansturm auf die Pisten samt teilweiser Nichteinhaltung der Regeln gegeben.

Betretungsverbot möglich

Dem will das Ministerium nun Einhalt gebieten: „Im Fall der wiederholten mangelhaften Umsetzung von ausreichenden Schutzmaßnahmen sind Betretungsverbote auszusprechen.“ Die Überprüfung der Einhaltung der Maßnahmen der COVID-19-Maßnahmen seien zu verstärken, heißt es in dem Erlass.

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Weiters wird festgehalten: „Es hat eine verstärkte Überprüfung der COVID-19-Präventionskonzepte für Seil- und Zahnradbahnen dahingehend zu erfolgen, dass vom Betreiber jeder Seil- und Zahnradbahn die Vorlage des COVID-19-Präventionskonzeptes zu verlangen ist und die COVID-19-Präventionskonzepte stichprobenweise dahingehend zu überprüfen sind, ob die Konzepte dem Stand der Wissenschaft entsprechen und zur Minimierung des Infektionsrisikos geeignet sind.“ Gesundheitsminister Rudolf Anschober fordert die zuständigen Behörden auf, verstärkt zu kontrollieren und im Wiederholungsfall auch Betretungsverbote auszusprechen.

Reaktion in OÖ

In Oberösterreich hatte man in den Skigebieten schon in den vergangenen Tagen reagiert und auch heute soll etwa in Hinterstoder bei den Anstellbereichen noch einmal nachgebessert werden, wie Helmut Holzinger, Vorstand der Hinterstoder-Wurzeralm-Bergbahnen, im Gespräch mit dem VOLKSBLATT erklärt. Auch er unterstreicht dabei die Argumentation, dass eine Aufhebung der Beschränkungen zu weniger Staus führen würde. Betont aber, dass das nun kein Thema mehr sei. Man lerne täglich dazu, auch die Gäste würden sich an die Vorgaben halten, betont er.

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Gestern musste man in Hinterstoder wieder einmal rasch Stopp sagen. Die Zufahrt musste bereits um 9:00 Uhr bereits wieder gesperrt werden, da das noch einmal reduzierte Parkplatzkontingent erschöpft war. Holzinger hat daher auch einen Rat für die kommenden Tage: Da viele der Früh-Skifahrer bereits Mittag wieder abreisen, nach Mittag kommen.

Von Christoph Steiner

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