Nur 24 Minuten ohne Strom

Auswertung zeigt: Dauer der Stromausfälle geht laut E-Control seit Jahren zurück

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Stromkunden in Österreich waren im Vorjahr wegen ungeplanter Stromausfälle durchschnittlich 24 Minuten ohne Strom, teilte die Regulierungsbehörde E-Control mit. Damit ist die durchschnittliche Ausfallsdauer um drei Minuten gesunken: 2015 waren es noch 27 Minuten.

Ruhiger Oktober

Die meisten Ausfälle habe es im April, Juni und Juli 2016 gegeben, so die E-Control in einer Pressemitteilung. Die häufigste Ursache seien natur- und witterungsbedingte Ereignisse gewesen. Am zweithäufigsten seien ungeplante Ausfälle von netzbetreiberinternen Ereignissen wie Trafoausfälle, Alterung oder Überlastung ausgelöst worden. Die wenigsten ungeplanten Ausfälle gab es im Oktober. Rechnet man die geplanten Unterbrechungen dazu – etwa im Zuge von Bau- oder Wartungsarbeiten –, hatten die Kunden rund 38 Minuten keinen Strom. 2015 waren es etwas mehr als 42 Minuten. Insgesamt meldeten die Stromnetzbetreiber für 2016 rund 16.000 Versorgungsunterbrechungen, das waren um knapp 200 weniger als im Jahr davor.

Im europäischen Vergleich liege Österreich bei den Stromausfällen nach wie vor im sehr guten oberen Bereich, erklärte E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. Die Niederlande hatten 2014 – neuere Zahlen für alle Länder liegen laut E-Control noch nicht vor –eine Stromausfallsdauer von durchschnittlich 23 Minuten, in Frankreich 50 Minuten, in Italien 94 Minuten und in Tschechien 121 Minuten.

Berechnungen der Linzer JKU zeigen übrigens, dass bei einem österreichweiten Blackout von 24 Stunden volkswirtschaftliche Kosten von mehr als 800 Millionen Euro entstünden, hauptsächlich betroffen seien Industriebetriebe.