Nur 30 Prozent der Vorarlberger Gastro-Betriebe machen auf

Laut einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftskammer Vorarlberg dürften am Montag nur rund 30 Prozent der Vorarlberger Gastronomiebetriebe ihre Türen öffnen. 40 Prozent wiederum gaben an, ihre Betriebe zuzulassen, und weitere 30 Prozent waren noch unentschlossen oder konnten die Frage nicht abschließend beantworten, teilte die Vorarlberger Wirtschaftskammer am Sonntag in einer Aussendung mit.

654 Gastronomie-Unternehmen und Hotels (mit der Möglichkeit für einen reinen Gastronomiebetrieb) hatten sich an der Umfrage der Sparte Tourismus beteiligt. Das entsprach laut WK einer Rücklaufquote von 26,2 Prozent.

Bei jenen Betrieben, die geschlossen halten wollen, stand mit Abstand an oberster Stelle der Begründungen die fehlende Wirtschaftlichkeit. Auch die Zwei-Meter-Abstandsregelung und die Ausgangssperre um 20.00 Uhr würden keinen sinnvollen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen. Viele kleinere Betriebe würden aufgrund der Vorgaben an ihre räumlichen oder betriebswirtschaftlichen Grenzen stoßen, so die WK. Einige Unternehmen wollte auch erst am kommenden Wochenende oder den darauffolgenden Tagen und Wochen den Betrieb wieder aufnehmen.

Wie aus den Anmerkungen bei der Umfrage hervorgehe, wollen die Unternehmer die Kontrolle der Eintrittstests nicht übernehmen. Zudem würde die Testhürde – Selbsttests sind nicht zulässig – einem spontanen Gastro-Besuch entgegenstehen, monierten die Betriebe. Viele Hotels, die auch ein Restaurant haben, würden weiterhin geschlossen halten, weil die ausländischen Gäste fehlen. 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer wünschten sich niederschwellige und breitenwirksame Zutrittstests. Etwa 60 Prozent hofften auf eine Änderung der möglichen Betriebszeiten auf zumindest 23.00 Uhr und ebenso viele plädierten für eine Ein-Meter-Abstandsregelung.

„Wir werden die geforderten Rahmenbedingungen bei der Politik einmahnen“, sagte Mike Pansi, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der WK Vorarlberg. Ziel sei es, rund um Ostern einen nächsten Schritt setzen zu können und zu beweisen, „dass Gastgeben und Gesundheit einher gehen können“.

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