Nur „Blech“ für Venier bei Damen-Abfahrt

Gold ging an Titelverteidigerin Stuhec (SLO) — Lindsey Vonn verabschiedete sich mit Bronze

ALPINE SKI-WORLD-WOMEN-SWE-DOWNHILL
Abfahrtslauf-Siegerfoto ohne österreichische Beteiligung. Corinne Suter (2.), Weltmeisterin Ilka Stuhec und Lindsey Vonn (3./v.l.). © AFP/Nackstrand

Bei der wegen Nebels und Wind nur ab dem zweiten Reservestart „Hummelbranten“ durchgeführten Abfahrt über 1670 Meter gelang der 28-jährigen Slowenin Ilka Stuhec die Titelverteidigung, dazwischen lag im Oktober 2017 ein Kreuzbandriss. „Mir ist ein supersupergroßer Stein vom Herzen gefallen. Ich habe mir schon ein bisschen Druck gemacht“, sagte Stuhec. Beide Titel seien speziell. „Es wäre nicht fair, sie zu vergleichen. Beide haben eine super Geschichte hinter sich.“

Erstmals seit 2013 keine ÖSV-Speedmedaille

Platz sieben wurde es für Ramona Siebenhofer (0,64 Sek.), sowie ex aequo neun für Nicole Schmidhofer und Tamara Tippler (0,81 Sek.) – womit keine ganz ausließ, aber es für keine ganz nach vor reichte. Erstmals seit Schladming 2013 gewannen Österreichs Speedfahrerinnen keine Medaille bei einer WM. Und das, nachdem sie heuer speziell in der Abfahrt so dominiert hatten.

Für die Schweizerin Corinne Suter war Platz zwei die zweite Medaille in Aare nach Bronze im Super-G: „Im Super-G ist es überraschend gekommen, in der Abfahrt habe ich schon gehofft“, sagte die Schweizerin, die noch nie in ihrer bisherigen Karriere im Weltcup auf dem Podest gestanden ist.

Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn verabschiedete sich mit Bronze von der großen Ski-Bühne. „Ich habe gesagt, okay, Aksel kann das schaffen, ich kann es auch. Auch wenn mein Körper nicht mehr geht, ich bin mir Herz gefahren. Das ist meine Mentalität, ich kämpfe bis zum Schluss. Das war der perfekte Schluss für mich, es kann nicht besser sein“, meinte die 34-Jährige, die erklärte, noch nie so nervös gewesen zu sein.

„Lieber werde ich Achte oder Neunte“

Für Venier war natürlich die Enttäuschung ob des vierten Platzes sehr groß, schrammte sich doch nur um 4/100 Sekunden am Podest vorbei. „Lieber werde ich Achte oder Neunte, so ist es halt einfach extrem bitter gerade“, sagte die Tirolerin mit Tränen in den Augen. Sie sei locker drauflosgefahren, aber es ist um 0,04 Sek. zu langsam gewesen. Die Familie spendete den ersten Trost. „Ich habe gleich einmal mit ihnen geredet, sie haben gesagt, du hast noch zwei, drei Weltmeisterschaften vor dir, du bist noch jung. Aber das muntert dich halt in dem Moment auch nicht auf“, so Venier, vor zwei Jahren Vize-Weltmeisterin.