Oberösterreich greift auf Dosen für zweite Teilimpfung zu

Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander
Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander © APA/Fohringer

Nachdem in der Konferenz des Bundeskanzlers mit den Landeshauptleuten Freitagmittag vereinbart wurde, dass die Länder die Verantwortung für die Verimpfung und damit mehr Gestaltungsspielraum übertragen bekommen, hat das Land OÖ am Nachmittag bereits reagiert.

So werde es noch im Jänner auf Teile jener Dosen zugreifen, „die ursprünglich für die Verabreichung der zweiten Dosis der Corona-Impfung vorgesehen waren“, informierte LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP).

Mit der Zusage des Bundes, dass alle bestellten Impfdosen zum vereinbarten Zeitpunkt geliefert werden, sei dieser Schritt möglich geworden. Das heißt: Statt 20.000 sollen noch in diesem Monat 27.000 Oberösterreicher geimpft werden. „Das freut mich, denn jede Impfung mehr bedeutet einen Schritt weiter im Kampf gegen die Pandemie“, so Haberlander, die auch für Gesundheit zuständig ist.

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Durch die Erhöhung der Dosen könne das Land neben der Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen sowie in den Krankenhäusern auch ein „gewisses Angebot“ für über 80-Jährige zur Verfügung stellen. Ein Konzept wird derzeit erarbeitet, Details sollen Anfang kommender Woche bekannt gegeben werden.

Oberösterreich hat mit Stand 8. Jänner knapp 17.000 Impfdosen bestellt. „Die restliche Menge fordern wir rasch an und jede einzelne Dosis wird schnell verimpft“, gab Christina Pilsl, Impfkoordinatorin des Landes, den aktuellen Stand bekannt.

Die Bestellungen könnten jetzt leichter abgewickelt werden, da die Koordinatoren der Länder direkt auf das Bestellsystem zugreifen können. Diese zentrale Bestellung erleichtere die Planung, denn so sei das Land „nicht auf die einzelnen Träger angewiesen“, meinte Pilsl. Mit den neuen Möglichkeiten könne das Land direkt in die Planungen eingreifen und die Impfstrategie auf die oberösterreichischen Bedürfnisse abstimmen, ergänzte Haberlander.

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