Oberösterreich steigert Innovationstempo auch im Corona-Jahr 2020

Auch Corona konnte im vergangenen Jahr den Innovationsgeist im Land ob der Enns nicht bremsen. Entgegen dem gesamtösterreichischen Trend ist die Zahl der oberösterreichischen Patentanmeldungen nämlich gegenüber 2019 um 8,6 Prozent gewachsen.

Österreichweit hat es ein Minus von 1,8 Prozent gegeben. Dass Oberösterreich so viel besser liegt, sei „ein Beweis für die Innovationsstärke unserer heimischen Unternehmen“, zeigt sich Wirtschafts- und Forschungslandesrat Markus Achleitner erfreut.

Zwar führt Wien weiterhin die Rangliste der Bundesländer an (610 Anmeldungen) musste allerdings einen Rückgang von minus 0,7 Prozent verzeichnen.

Oberösterreich an zweiter Stelle kann mit 519 Anmeldungen einen Anstieg von 8,6 Prozent vermelden, während die Steiermark mit 297 Anmeldungen einen Rückgang von 8,6 Prozent verzeichnete.

Niederösterreich rangiert auf Rang vier (237, minus 1,3 Prozent), Vorarlberg auf Rang fünf (214, minus 12,7 Prozent). Lediglich Tirol konnte sein Patentanmeldungen ebenfalls steigern (147, plus 4,3 Prozent).

YT
Video
Ich möchte eingebundene Social Media Inhalte sehen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) übertragen. Diese Einstellung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in der Datenschutzerklärung oder unter dem Menüpunkt Cookies geändert werden.

Ähnlich wie im globalen Trend stiegen auch in Österreich die Anmeldungen im Technologiefeld „Arzneimittel“ sprunghaft, und zwar um fast das Doppelte (plus 93,6 Prozent) auf 91 Patentanmeldungen. Im Bereich „Biotechnologie“ stieg die Zahl der Anmeldungen um 6,3 Prozent, im Segment „Medizintechnik“ um 2,6 Prozent.

Das oberösterreichische Unternehmen Fronius zählt mit 54 Patentanmeldungen zu den führenden österreichischen Unternehmen bei den Patentanmeldungen. „Die Schnittstelle Forschung und Wirtschaft ist die Grundlage für den Erfolg eines Standorts. Deshalb arbeiten wir in Oberösterreich an einer immer engeren Vernetzung der beiden Bereiche.

Denn je enger Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten, desto schneller können Forschungsergebnisse auch wirtschaftlich verwertet werden. Das verschafft unserem Bundesland einen Vorsprung gegenüber anderen Regionen“, zeigt sich Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner überzeugt.

Für Gesamt-Europa ist die Zahl der Patentanmeldungen im Vorjahr leicht gesunken, liegt aber weiter über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Österreich liegt dabei stabil auf Rang sieben.

Wie ist Ihre Meinung?