Oberösterreichische Meilensteine

Das oö. Fußball-Jahrhundert im Zeitraffer: Von der Gründung des Verbands 1919 über zwei Meistertitel und vier Cupsiege, von Olympia-Silber über das erste Länderspiel in Linz bis hin zur Vizemeisterschaft des LASK 2019.

Nach dem LASK und zweimal der SV Ried eroberte der FC Pasching um Kapitän Davorin Kablar (r.) 2013 als dritter oberösterreichischer Klub den ÖFB-Pokal und sorgte für die größte Sensation in der Geschichte dieses Bewerbs.
Nach dem LASK und zweimal der SV Ried eroberte der FC Pasching um Kapitän Davorin Kablar (r.) 2013 als dritter oberösterreichischer Klub den ÖFB-Pokal und sorgte für die größte Sensation in der Geschichte dieses Bewerbs. © APA/Pfarrhofer

1919: Am 17. Oktober des Jahres wird der Fußball-Verband für Oberösterreich und Salzburg aus der Taufe gehoben, zwei Jahre später spaltet sich Salzburg ab.

1926: Der Fußball wird ein Politikum, was letztlich sogar zur Abspaltung des Verbandes für Arbeiterfußball-Vereine (VAFÖ – unter anderem Vorwärts und Amateure Steyr, Sparta, Admira und Rapid Linz) vom ÖFB führt und bis 1936 andauert.

1931: Der LASK gewinnt als einzige Mannschaft unseres Bundeslandes die von 1929 bis 1937 ausgetragene Amateur-Staatsmeisterschaft.

1936: Mit Franz Fuchsberger, Karl Wahlmüller (beide SV Urfahr), Josef Kitzmüller (Admira) und Leo Schaffelhofer (LASK) stehen vier Oberösterreicher in der Amateur-Nationalmannschaft, die in Berlin Olympia-Silber erobert. Fuchsberger darf später im Jahr beim 3:5 in Budapest gegen Ungarn als erster Spieler eines Klubs aus den Bundesländern im Profi-Nationalteam mitwirken.

1949: Als erster oö. Klub erreicht Vorwärts Steyr das Finale des ÖFB-Cups, verliert dieses aber 2:5 gegen die Austria.

1962: 33.000 Zuschauer strömen zum Match LASK gegen Wr. Sportclub (3:3), die bis heute größte Fußball-Kulisse im Land.

1965: Der LASK krönt sich als erster Klub aus den Bundesländern zum österreichischen Fußball-Meister und triumphiert auch noch im damals in zwei Spielen ausgetragenen Cup-Finale gegen Wr. Neustadt (1:0 und 1:1).

1968: Im 1952 eröffneten Linzer Stadion geht das erste Länderspiel außerhalb von Wien über die Bühne, vor 32.000 Zuschauern trennen sich Österreich und Rumänien 1:1.

1972: Der Waldzeller Ferdinand Marschall leitet das EM-Finale Deutschland gegen UdSSR (3:0), sechs Jahre später ist der Linzer Erich Linemayr beim WM-Finale Argentinien gegen die Niederlande (3:1 n.V.) als Linienrichter im Einsatz.

1974: Der SK Vöest holt ebenfalls den Fußball-Meistertitel nach Oberösterreich. 1975 und 1980 beenden die „Werkssportler“ die Bundesliga auf Rang zwei.

1990: Die Frauen von Union Kleinmünchen erobern den ersten von acht Meistertiteln.

1998: Die SV Ried krönt sich mit einem 3:1 gegen Sturm Graz erstmals zum österreichischen Cupsieger, neun Jahre später (2007) wird sie Vizemeister (hinter Salzburg).

2011: Durch ein 2:0 gegen Austria Lustenau wiederholt die SV Ried ihren Cup-Erfolg und holt als erster oberösterreichischer Klub diesen Titel ein zweites Mal.

2013: Die größte Sensation in der Geschichte des ÖFB-Cups gelingt Pasching, das als (bis heute) einziger Drittligist triumphiert — im Finale mit 1:0 gegen die Austria.

2019: Der LASK wird wie 1962 österreichischer Vizemeister.

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