Oberösterreichs Bevölkerung wächst, Zahl der Hochbetagten steigt stark

Stelzer: Reagieren auf Problemfelder Pflege, Fachkräfte, Abwanderung

LINZ — Oberösterreich wird laut einer Prognose der Abteilung Statistik des Landes weiter wachsen und zwar von 1,474 Mio. Einwohnern im Jahr 2017 auf 1,553 Mio. 2030. Bis 2040 wird die Zahl der Einwohner um 7,3 Prozent bzw. 107.800 auf 1,553 Mio. stiegen. In den nächsten elf Jahren sind für das Bevölkerungswachstum Geburtenüberschüsse und Zuwanderung verantwortlich, ab 2030 nur mehr der Zuzug.

Generell nimmt die Zahl der älteren Bewohner (ab 65 Jahre) zu – von derzeit 18,2 auf 27,6 Prozent im Jahr 2020 – , während der Anteil der jungen Menschen (bis unter 20) von derzeit 18,2 auf 17,6 Prozent zurückgehen wird.

Da die Lebenserwartung von derzeit 84,3 auf 88,0 Jahre bei Frauen bzw. von 79,4 auf 84,7 Jahre bei Männern steigen wird, erwarten die Statistiker einen Zuwachs bei den Hochbetagten (ab 85) von 36.900 auf 70.500 bis 2040. Gleichzeitig gehen die Experten ab 2020 von einem Rückgang der Oberösterreicher im erwerbsfähigem Alter aus. Das Minus bis 2020 dürfte 72.700 Personen betragen.

Die Entwicklung auf Bezirksebene zeigt, dass die Bevölkerung im Zentralraum sowie in Eferding und Braunau überdurchschnittlich wachsen wird: Die Zuwächse reichen von 9,2 bis 15,7 Prozent. Im Bezirk Rohrbach ist hingegen mit einem Einwohnerminus von 1,5 Prozent bis 2040 zu rechnen.

Für Landeshauptmann Thomas Stelzer zeigen die Zahlen, dass das Land in den Bereichen Fachkräfte und Pflege Vorsorge treffen müsse. Und in den von Abwanderung betroffenen Regionen steuere man durch die Ansiedlung von Betrieben sowie den Ausbau der Verkehrs-, Energie- und der digitalen Infrastruktur dagegen.hw

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