ÖFB-Team absolvierte erstes Training in Bad Waltersdorf

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft hat am Montagabend in Bad Waltersdorf das erste Training im Hinblick auf das Testspiel am Donnerstag gegen Schweden und das Nations-League-Match am Dienstag in Bosnien-Herzegowina absolviert. Xaver Schlager, Andreas Ulmer und Marcel Sabitzer waren nicht auf dem Platz, sondern saßen stattdessen auf dem Ergometer.

Die restlichen 20 Kicker spulten ein teilweise intensives, über 90-minütiges Programm ab, wobei jene Kicker, die am Sonntag bei ihren Vereinen im Einsatz gewesen waren, die Einheit nach rund 40 Minuten beendeten. Vor dem Duell mit Schweden stehen nur noch am Dienstag und am Mittwoch jeweils ein Training auf dem Programm.

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Mit einer großen Portion Selbstvertrauen hat Michael Gregoritsch im Trainingslager eingecheckt. Der Augsburg-Profi traf am Samstag beim 1:1 gegen Mönchengladbach und ist damit der einzige ÖFB-Legionär, der sich am Wochenende in die Schützenliste eintrug. Ob sich dadurch seine Chancen auf einen Platz in der Startformation im Testspiel am Donnerstag in Wien gegen Schweden verbessert haben, wagte Gregoritsch nicht zu prophezeien. „Ich hoffe auf Spielzeit“, erklärte der Offensivmann.

Viele Gelegenheiten bleiben dem 24-Jährigen nicht, Teamchef Franco Foda von seiner aktuellen Verfassung zu überzeugen. Am Montagnachmittag stand ein lockeres Training auf dem Programm, nach einer Einheit am Dienstagnachmittag ist am Mittwoch schon das Abschlusstraining angesetzt. „Aber im Großen und Ganzen empfiehlt man sich durch die Leistungen davor für die Aufstellung, auch wenn man beim Nationalteam kein Larifari-Training machen darf“, sagte Gregoritsch.

Der Sohn des ÖFB-U21-Teamchefs Werner Gregoritsch stand am 27. März beim 4:0 in Luxemburg in der Startformation und erzielte dabei sein erstes Länderspieltor, die drei Partien danach versäumte er wegen Adduktorenproblemen. Jetzt stehen aber nur die kommenden Partien im Fokus. Vor Schweden hat Gregortisch großen Respekt. „Das ist ein WM-Viertelfinalist, eine gute, gestandene Mannschaft. Wir wollen uns ein gutes Gefühl für das Nations-League-Spiel am Dienstag gegen Bosnien holen.“

Einen Fixplatz für die beiden Partien sicher hat vermutlich Florian Grillitsch aufgrund des Ausfalls von Julian Bamgartlinger. „Dass er verletzt ist, ist sehr bitter, auch für ihn persönlich. Ich hoffe, dass er schnell zurückkommt. Jetzt müssen wir die Verantwortung auf mehreren Schultern verteilen, und da möchte ich auch dazugehören“, sagte Grillitsch.

Grillitsch hat sich bei seinem Club 1899 Hoffenheim als unbestrittener Stammspieler etabliert, nun soll dieser Schritt auch im österreichischen Fußball-Nationalteam gelingen. „Ich will immer einen Stammplatz haben, das ist auch im Team mein Anspruch“, unterstrich Grillitsch seine Ziele im ÖFB-Team.

Auch Grillitsch zeigte großen Respekt vor den Schweden: „Sie sind bei der WM weit gekommen und haben Riesenqualität. Das wird sicher kein Spaziergang.“ Danach folgt gegen Bosnien die Ouvertüre zur Nations League, dessen Modus bezüglich der Vergabe der EM-2020-Tickets noch für rauchende Köpfe sorgt. „Ich habe mich schon mit der Nations League beschäftigt, aber so richtig den Durchblick hat glaube ich noch keiner. Doch es ist sicher ein guter Bewerb, weil es ein weiterer Weg ist, sich für die EM zu qualifizieren“, sagte Grillitsch.