ÖFB-Team verliert in Nations League gegen Dänemark 1:2

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft hat im zweiten Spiel unter Teamchef Ralf Rangnick die erste Niederlage kassiert. Drei Tage nach dem 3:0 in Kroatien setzte es gegen Dänemark eine 1:2-Niederlage, die Tore vor 18.700 Zuschauern im Happel-Stadion erzielten Xaver Schlager (67.) beziehungsweise Pierre Emile Höjbjerg (27.) und Jens Stryger Larsen (84.). Die Partie hatte wegen eines Stromausfalls in Teilen des zweiten Bezirks in Wien mit 90-minütiger Verspätung begonnen.

Das ÖFB-Team rutschte durch die Niederlage in der Gruppe-1-Tabelle von Liga A auf Platz zwei ab, die Dänen halten beim Maximum von sechs Punkten. Weiter geht es am Freitag wieder im Prater gegen Frankreich, die Partie ist bereits ausverkauft. Der Weltmeister erreichte am Montag ein Auswärts-1:1 gegen Kroatien und hat damit nach zwei Partien erst einen Zähler auf dem Konto.

Dänemark, EM-Semifinalist des Vorjahres, zeigte vor allem in der ersten Spielphase, dass der 2:1-Erfolg am Freitag bei den Franzosen kein Zufall war. Die Dänen diktierten die Partie, die Gastgeber liefen zumeist dem Ball hinterher, das österreichische Pressing funktionierte offensichtlich nicht wie gewünscht – vielleicht auch deshalb, weil Teamchef Ralf Rangnick im Vergleich zum Kroatien-Match gleich neun Änderungen in der Startformation vorgenommen hatte. Nur Konrad Laimer und Schlager blieben in der Anfangs-Elf, es stürmten Sasa Kalajdzic und Christoph Baumgartner. David Alaba bildete mit Stefan Posch die Innenverteidigung und Patrick Pentz stand im Tor.

Der Austria-Goalie musste sich in seinem ersten Länderspiel gleich beim ersten Schuss auf sein Tor geschlagen geben. Der auf der linken Seite sträflich allein gelassene Salzburg-Profi Rasmus Kristensen spielte zur Mitte, der Ball wurde von Marco Friedl abgefälscht und Höjbjerg ließ Pentz aus etwa zehn Metern keine Chance.

Schon davor hatten sich die Dänen zumeist als tonangebende Mannschaft präsentiert. Deren Teamchef Kasper Hjulmand hatte im Vergleich zum Duell mit Frankreich nur an vier Positionen gewechselt, auch Christian Eriksen begann wieder. Der Spielmacher, der bei der EM kollabiert war und danach einen Herzschrittmacher eingesetzt bekam, wurde vom Publikum mit großem Applaus begrüßt.

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Ansonsten wurde es vor der Pause im Stadion nur selten wirklich laut. In der 16. Minuten schlug Alaba einen weiten Pass auf Baumgartner, dessen Hereingabe verfehlte Kalajdzic haarscharf. Eine Minute später traf Kalajdzic die Stange, das Tor hätte aber wegen einer Abseitsstellung nicht gezählt. Dafür kamen die Dänen ihrem zweiten Treffer in der 33. Minute ganz nahe. Yussuf Poulsen tauchte allein vor Pentz auf, scheiterte aber am 25-Jährigen.

Rangnick reagierte zur Pause wie gegen Kroatien mit einem Dreifachtausch – die drei Osijek-Torschützen Michael Gregoritsch, Marcel Sabitzer, und Marko Arnautovic kamen für Dejan Ljubicic, Kalajdzic und Baumgartner. Arnautovic absolvierte damit sein 100. Länderspiel. Der erhoffte Effekt blieb zunächst aus, Dänemark hatte die besseren Chancen: Pentz bändigte einen Versuch von Eriksen (57.), ein Schuss des eingewechselten Andreas Skov Olsen zog am langen Eck vorbei (58.).

Dann aber erhöhten die Österreicher den Druck. Ein Schuss von Arnautovic wurde noch abgeblockt, fünf Minuten später avancierte der Jubilar zum Assistgeber. Dänemark-Goalie Kasper Schmeichel wurde von einem Rückpass in Bedrängnis gebracht, Gregoritsch grätschte in den Abschlag und der Ball landete bei Arnautovic, der Schlager den Ball servierte – der Wolfsburg-Profi traf zum Ausgleich und schoss damit sein zweites Nationalteam-Tor (67.).

In der 74. Minute blieb den Fans der Torschrei im Hals stecken. Arnautovic hatte Schmeichel bereits ausgespielt, traf dann aber aus kurzer Distanz nur die Stange. Wenig später verzog der Bologna-Stürmer vom Sechzehner deutlich (78.). Auch Dänemark verzeichnete durch Eriksen einen Aluminium-Treffer (71.). In einer Phase, als Österreich dem Sieg näher schien, gelang den Dänen der Lucky Punch. Der eingewechselte Ex-Austrianer Stryger Larsen versenkte einen Schlenzer im langen Eck (84.). Gregoritsch hatte noch den Ausgleich auf dem Fuß, traf aus kurzer Distanz aber nur das Außennetz (88.).

Damit misslang die erhoffte Revanche für die beiden Niederlagen gegen Dänemark 2021 in der WM-Qualifikation, die mit 0:4 und 0:1 mehr bzw. weniger deutlich ausgefallen waren. Die nächste Chance zur Wiedergutmachung bietet sich nach dem Heimspiel gegen Frankreich am kommenden Montag in Kopenhagen.

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