ÖFB-U19 unterliegt zum EM-Auftakt Favorit England 0:2

Demir war in der ÖFB-Offensive der auffälligste Akteur © APA/HANS PUNZ

Österreichs Fußball-Junioren sind zum Auftakt der U19-EM in der Slowakei leer ausgegangen. Die Mannschaft von Martin Scherb verlor am Sonntag in Banska Bystrica gegen England mit 0:2 (0:1). Der in Eisenstadt geborene Carney Chukwuemeka (43.) brachte den Turnier-Mitfavoriten in Führung, eine Vorlage des Spielmachers verwertete Alfie Devine (65.) zum 2:0.

Zudem verzeichnete England zwei Stangenschüsse. Auch die Österreicher trafen durch den offensiv auffälligsten Akteur, Yusuf Demir, einmal die Stange (67.), konnten sich sonst gegen die robusten und zweikampfstarken Engländer aber kaum Chancen herausspielen. „Die bessere Mannschaft hat gewonnen“, meinte ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel im ORF. „England hat gezeigt, dass sie zu den Favoriten in diesem Turnier gehören.“

Für die ÖFB-Truppe von Teamchef Martin Scherb geht es am Mittwoch (17.30 Uhr/live ORF Sport +) in Ziar nad Hronom gegen Israel weiter. Die Israelis holten in ihrem ersten Match mit einem 2:2 (1:1) gegen Serbien einen Punkt, verspielten dabei den Sieg durch den Ausgleichstreffer in der 93. Minute.

Die Engländer starteten mit viel Elan in die Partie, allerdings zunächst ohne echte Torchance. Nach gut zehn Minuten konnte sich die rot-weiß-rote Auswahl vom größten Druck befreien, war offensiv aber harmlos. In der ersten Halbzeit brachte lediglich ein Distanzschuss von Benjamin Kanuric Gefahr (25.).

Gegen Ende der ersten Hälfte wurde der Favorit gefährlicher. Ein Schuss von Aaron Ramsey landete an der Stange (31.), kurz vor der Pause durften die Engländer den verdienten Führungstreffer bejubeln. Chukwuemeka, der für Aston Villa schon auf ein Dutzend Einsätze in der Premier League gekommen ist, bezwang nach Vorarbeit von Dane Scarlett den chancenlosen Torhüter Elias Scherf (43.). „Wir haben als Team sehr gut gespielt“, lobte der Torschütze und Star der Engländer.

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Unmittelbar nach der Pause hatten die Österreicher viel Glück. Verteidiger Leopold Querfeld servierte Goalgetter Scarlett den Ball. Der Tottenham-Stürmer traf nur die Stange, den Nachschuss von Ramsey klärte ÖFB-Kapitän Ervin Omic auf der Linie.

Nach gut einer Stunde fiel aber das 2:0 durch Devine, der eine Vorlage von Chukwuemeka im Kreuzeck versenkte. Mit einer der wenigen gefährlichen Offensivaktionen hätte Demir die Österreicher fast wieder ins Spiel gebracht, der Rapid-Spielmacher zirkelte den Ball aber nur an die Stange.

„Wir waren nicht soweit weg von den Engländern, hatten durch Kanuric und Demir sehr gute Möglichkeiten. Es ist keine Schande, wir haben gut dagegengehalten, aber England ist ein Top-Team, das haben wir gewusst“, resümierte Teamchef Martin Scherb.

„Ich glaube, dass wir es in der ersten Hälfte richtig gut gemacht haben, was das Verteidigen betrifft“, meinte ÖFB-Torhüter Scherf. Vorne habe aber „ein bisschen die Durchschlagskraft gefehlt“. Nach dem „Traumtor“ der Engländer in der zweiten Hälfte sei es dann bitter gewesen.

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