ÖHB-Frauen unterlagen in EM-Quali auch Spanien

Österreichs Handballfrauen haben am Sonntag auch das zweite Spiel der Qualifikation für die EM 2020 verloren. Drei Tage nach dem 24:32 in den Niederlanden mussten sich Sonja Frey und Co. in der Südstadt mit 22:28 (8:14) geschlagen geben und haben damit wohl nur noch kleine Chancen auf einen Platz unter den Top Zwei in der harten Gruppe 1.

Österreich, dass sich nach den guten ersten 45 Minuten beim aktuellen WM- und EM-Dritten Niederlande gegen Spanien durchaus Hoffnungen gemacht hatte, erwischte einen ganz schlechten Start. 1:7 lag man nach elf Minuten im Rückstand, vor allem im Angriff enttäuschte die nach einigen Ausfällen personell geschwächte rot-weiß-rote Auswahl über weite Strecken. Es war ein Rückstand, von dem sich Herbert Müllers Truppe gegen den EM-Zweiten von 2014 nicht mehr erholen sollte.

Auch wenn sich die Gastgeberinnen nach Seitenwechsel rundum verbessert präsentierten und Spanien sichtlich forderten. Der Rückstand schmolz mehrmals bis auf vier Tore, mehr war für Österreich aber nicht mehr drinnen. Die ÖHB-Damen sind nach zwei Partien vor den punktelosen Griechinnen Gruppendritter, für ein Ticket benötigt man allerdings Platz eins oder zwei. Ende März müssen beim Doppel gegen Griechenland vorerst zwei Pflichtsiege her.

“Das Problem war der Start. Die ersten 15 Minuten waren grauenhaft, dass wir so zuhause spielen, da bin ich selbst enttäuscht”, meinte Frey im ORF. Auch Müller beklagte den “Rucksack”, den sich seine Mannschaft selbst umhängte. “Wir sind mit kapitalen technischen Fehlern gestartet, haben ihnen die Bälle richtig serviert. Ich bin mit der zweiten Hälfte zufrieden, nicht aber mit der Abwehrleistung über 60 Minuten.”

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