Österreich auch 2023 Gastland auf der Leipziger Buchmesse

Der geplante Österreich-Schwerpunkt auf der Leipziger Buchmesse 2022 wird auf das Jahr 2023 ausgeweitet. Das gaben Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne), der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels sowie die Messeleitung am Freitag gemeinsam bekannt. Begrüßt wurde die Entscheidung umgehend von der IG Autorinnen Autoren.

Der Gastlandauftritt Österreichs findet nun 2023 statt und soll mit einer Auftaktveranstaltung 2022 eingeleitet werden. So soll nach der pandemiebedingten Absage der Leipziger Buchmesse 2021 auch die Vorlaufzeit erhöht werden. Auf den Auftakt im März 2022 soll ein „Jahr der österreichischen Literatur“ mit Veranstaltungen in mehreren deutschen Städten sowie Lese- und Pressereisen folgen, das mit dem großen Gastlandauftritt 2023 seinen Höhepunkt erleben werde.

„Die Planverschiebungen in Leipzig ermöglichen uns eine Erweiterung des Programms. Der längere Zeithorizont ermöglicht einen noch stärkeren Auftritt Österreichs auf der Buchmesse und wirkt so längerfristiger und nachhaltiger“, wird Mayer zitiert. Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse verwies auf die Notwendigkeit umfangreicher Vorausplanungen, „die in den aktuell unsicheren Zeiten nur eingeschränkt umsetzbar sind“. Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels, freute sich am Freitag auf das „größte Fest für die österreichische Literatur seit mehr als 25 Jahren“.

Die Entscheidung für die Neukonzeption der Buchmesse-Präsenz habe das Kulturministerium gemeinsam mit dem Hauptverband und der Leipziger Buchmesse getroffen. Aktuell werde seitens der künstlerischen Leiterin Mirjam Unger und des Hauptverbands – in Abstimmung mit den Vertreterinnen und Vertretern von Buchbranche, Autorenschaft und Literaturkritik – intensiv an den Programmleitlinien gearbeitet. Erste Eckpunkte dazu sollen voraussichtlich noch vor dem Sommer 2021 präsentiert werden.

„Der März 2023 ist eindeutig der bessere Zeitpunkt als der kommende März, um die internationale Aufmerksamkeit auf österreichische Literatur zu lenken“, so IG-Geschäftsführer Gerhard Ruiss in einer Aussendung. „Durch die Verlegung können 2022, verteilt über das ganze Jahr, Vorveranstaltungen durchgeführt werden, die im darauffolgenden Frühjahr in einem großen Länderauftritt münden.“ So bleibe auch den Verlagen mehr Vorbereitungszeit, zudem könne die Messe 2022 „zum Austesten der Ausstellungs- und Präsentationsmöglichkeiten für nicht ständige Aussteller genützt werden“.

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