„Österreich kann auf Team sehr stolz sein“

Nach dem Achtelfinal-Out gegen Italien nimmt Teamchef Franco Foda die WM 2022 ins Visier

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FBL-EURO-2020-2021-MATCH37-ITA-AUT © AFP/Ivill

Die Enttäuschung war Teamchef Franco Foda nach dem 1:2 nach Verlängerung gegen Italien am Samstagabend im Londoner Wembley Stadion ins Gesicht geschrieben: „Klar, wir wollten ins Viertelfinale, vielleicht noch so eine kleine, neue Geschichte schreiben“, meinte der Deutsche. „Gerade nach 90 Minuten hatte ich das Gefühl, dass wir das Spiel für uns entscheiden können. Wir haben toll gespielt, selbst nach dem 0:2 nie aufgegeben und nach dem 1:2 noch Chancen gehabt“, führte Foda aus.

„Mannschaft ist extrem zusammengerückt“

Letztlich überwog aber schnell die Freude und auch der Stolz über die gezeigte Leistung. „Die Mannschaft hat an sich geglaubt, ganz Österreich kann auf dieses Nationalteam sehr stolz sein. Die Mannschaft hat das Land toll präsentiert“, befand Foda. Die Mannschaft habe bewiesen, „dass sie richtig gut Fußball spielen kann, innerhalb der Mannschaft eine richtig gute Stimmung herrscht und ein absoluter Teamspirit vorhanden ist.“

Genau diesen brauche es, um „solche Leistungen“ wie gegen Italien abrufen zu können. „Die Mannschaft ist in den letzten vier Wochen extrem zusammengerückt“, so Foda. Besonders hob er die Moral seiner Truppe hervor. „Schade, dass der Ausgleich nicht gelungen ist. Wir waren gegen einen klaren Favoriten knapp davor, das Viertelfinale zu erreichen“, befand Foda.

„Ausgezeichnete EM, viele Komplimente“

Ein wenig geärgert hat ihn freilich der Gegentreffer zum 0:1, als das Abwehrverhalten ausnahmsweise nicht passe. „Das hätten wir besser lösen müssen“, so Foda. Trotzdem habe er „noch nie so viele Komplimente (vom Gegner/Anm.) nach einem Spiel bekommen“

Letztlich konnte er zufrieden bilanzieren: „Unser Motto war, Geschichte zu schreiben — das ist uns auch gelungen“, erinnerte der 55-Jährige an den ersten Sieg bei einer EM-Endrunde überhaupt (3:1 gegen Nordmazedonien) und den erstmaligen Einzug in die K.o.-Phase. „Wir haben eine ausgezeichnete EM gespielt.“ Deshalb konnte er sich auch eine Spitze in Richtung Kritiker nicht verkneifen. Die hätten „jetzt einmal zwei, drei Wochen Pause“.

„Wir wollen auch zur WM nach Katar“

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Zugleich richtete er den Blick schon in den Herbst, wenn es mit der WM-Qualifikation weiter geht: Die nun gezeigten Leistungen gelte es, „im September zu bestätigen, denn wir wollen auch zur WM nach Katar“, betonte Foda. Mit vier Punkten aus den ersten drei Matches liegt man da freilich ein wenig hinter dem Marschplan, da heißt es im September in den Spielen gegen Moldau (a), Israel (a) und Schottland (h) fleißig punkten.

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