Österreicher urlaubten heuer hauptsächlich im Inland

Die Reisetätigkeit der Österreicher und Österreicherinnen ist nach wie vor eingeschränkt. Die Zahl der Urlaubsreisen – dazu zählen auch Verwandten- und Bekanntenbesuche – hat im ersten Halbjahr im Jahresabstand um rund 14 Prozent auf 4,41 Millionen abgenommen. Im Vergleich zu 2019 haben sich die Urlaubsreisen mehr als halbiert. Die Österreicher urlaubten im Halbjahr hauptsächlich im Inland, wobei das wichtigste Reisemotiv der Besuch von Verwandten und Bekannten war.

„Die Tourismusbranche hat noch einen weiten Weg aus der Coronakrise vor sich. Besonders drastisch sind die Auslandsurlaube mit 73,5 Prozent eingebrochen, Inlandsurlaubsreisen um 40 Prozent“, sagte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Donnerstag laut einer Aussendung. Die Zahl der Geschäftsreisen stagnierte im ersten Halbjahr, liegt aber dennoch etwas mehr als die Hälfte unter dem Vorkrisenniveau.

Die meisten Auslandsurlaubsreisen gingen zwischen Jänner und Juni nach Italien, gefolgt von Deutschland und Kroatien. Insgesamt hat die Zahl der Urlaubsreisen ins Ausland zum Vorjahr um fast 10 Prozent auf 1,15 Millionen abgenommen. Der Anteil an Fernreisen lag im ersten Halbjahr bei nur mehr 2 Prozent. Vor der Coronakrise, im ersten Halbjahr 2019, lag dieser Anteil noch bei 9,8 Prozent.

Sowohl bei Auslands- als auch bei Inlandsreisen war der Besuch von Verwandten und Bekannten das wichtigste Reisemotiv. Beinahe die Hälfte aller Urlaubsreisen wurden aus diesem Grund unternommen. Entsprechend hoch war auch der Anteil der unentgeltlichen Unterkünfte: Bei mehr als der Hälfte (58 Prozent) aller Urlaubsreisen wurde bei Freunden, Verwandten oder am Zweitwohnsitz genächtigt, im Inland waren es sogar fast 63 Prozent. Bei weniger als einem Drittel der Urlaubsreisen wurde in Hotels oder ähnlichen Betrieben übernachtet.

Abgesehen von Besuchen naher Angehöriger oder Freunde waren auch der sportliche Aktivurlaub, Erholung und im Ausland der Strand- und Badeaufenthalt Motive, eine Reise zu machen. Der Pkw als Verkehrsmittel hat in der Coronakrise noch einmal deutlich an Fahrt gewonnen: Mehr als drei Viertel der Urlaubsreisen wurden mit einem privaten Auto unternommen. Der Anteil der Flugreisen ins Ausland lag bei 21,4 Prozent, nach 34,4 Prozent im ersten Halbjahr 2020 und 37,6 Prozent im Jahr 2019.

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