Österreichische Schlepper in Ungarn verurteilt

In einem Schnellverfahren sind zwei österreichische Staatsbürger am Freitag durch ein Gericht im ungarischen Tatabanya wegen Schlepperei zu jeweils zweieinhalb Jahren Gefängnis und einem Landesverweis von fünf Jahren verurteilt worden, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Die Männer hatten versucht, zehn afghanische Migranten in ihrem Fahrzeug nach Österreich zu schmuggeln.

Laut der zuständigen Staatsanwaltschaft hatten die Männer am Donnerstag geplant, die Migranten in einem in der Nähe der ungarisch-rumänischen Grenze gemieteten, geschlossenen Kleinlaster nach Österreich zu bringen.

Die Afghanen waren bereits ohne Reisedokumente rechtswidrig mit Hilfe von Schleppern nach Ungarn gelangt. Bei einer Fahrzeugkontrolle der ungarischen Polizei am Donnerstagvormittag auf der Autobahn M1 nahe Babolna wurden die Migranten im Laderaum entdeckt.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig, da die Beschuldigten und ihre Verteidiger Berufung einlegten. Das Gericht ordnete jedoch vorerst eine Inhaftierung der Männer an.

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