Österreichs Firmen sehr unterschiedlich von Krise betroffen

Die Unternehmen in Österreich sind sehr unterschiedlich von der Coronakrise betroffen. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Steuerberatungskanzlei TPA und der Wirtschaftuniversität Wien (WU) hervor. Während eine Mehrheit die wirtschaftliche Lage als stabil beurteilt und mehr als ein Drittel das Jahr ohne Verlust überstehen dürfte, sind andere Firmen sehr stark betroffen.

Der Umfrage zufolge schätzen 76 Prozent der über 250 befragten Selbstständigen, Gewerbetreibenden und Geschäftsführer den aktuellen Zustand ihres Unternehmens als stabil ein. Mehr als 35 Prozent der Befragten erwarten Gewinne oder zumindest keinen Verlust im Jahr 2020.

Dem stehen jedoch eine Reihe von Befragten gegenüber, die angeben, einen Verlust im Ausmaß von rund 50 Prozent eines durchschnittlichen Jahresgewinnes zu erwarten, heißt es von TPA und WU. Am stärksten betroffen sind die Befragten von Umsatzausfällen, der Stornierung von Aufträgen und von Liquiditätsengpässen. Eine Insolvenz befürchten rund 8 Prozent der Befragten.

Die Hilfsfonds der Bundesregierung bieten laut der Umfrage nur wenig Erleichterung: Mehr als die Hälfte gibt an, keinen Antrag gestellt zu haben und nur 8 Prozent haben bereits sämtliche beantragte Gelder erhalten. Rund 10 Prozent geben aber auch an, durch die Corona-Pandemie mehr Umsatz und mehr Geschäftstätigkeit zu haben als zuvor.

Laut den Ergebnissen der Befragung wird die Kurzarbeit in den nächsten Monaten weiter zurückgehen, gleichzeitig erwarten die Umfrageteilnehmer, dass rund 17 Prozent der Mitarbeiter gekündigt werden müssen. Sie erwarten eine langsame Erholung bis ins Jahr 2021. 80 Prozent der Befragten gaben an, dass die Konjunkturmaßnahmen auch klimapolitische Aspekte beachten sollten. Eine Erbschafts- und Schenkungssteuer lehnt etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmer aber ab.

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