Österreichs Team will „letzten Schritt gehen“

Ausgangsposition im Kampf um Gruppensieg in der Nations League ist klar: Remis genügt

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„Wir haben eine Top-Ausgangssituation“, weiß ÖFB-Teamchef Franco Foda, dass am Mittwoch im Wiener Happel-Stadion schon ein Remis zum Gruppensieg reichen würde.

Aber: „Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen, unabhängig davon, wie Norwegen spielen wird“, meinte der Deutsche mit Verweis auf die Corona-Probleme des Gegners, der ja seinen ursprünglichen Kader in Quarantäne schicken musste und mit einer B-Elf anrückt. „Eine außergewöhnliche Situation“, betonte Foda.

Im selben Atemzug stellte er aber klar: „Wir haben ein großes Ziel vor Augen, wollen unbedingt in die A-Liga aufsteigen, das haben wir von Anfang an verfolgt und jetzt wollen wir den letzten Schritt gehen.“

Von einem Unterschätzen des Gegners warnte er aber eindringlich. „Die Neuen spielen alle eine wichtige Rolle bei ihren Vereinen, insofern ist das eine gute Mannschaft“, betonte der 54-Jährige. Er hat am Montag mit seinem Stab intensiv den von Aushilfscoach Leif Gunnar Smerud neu zusammengestellten Kader der Skandinavier analysiert, ja seziert.

„Gesehen, dass man in Schönheit sterben kann“

„Wir haben uns mit dem U21-Trainer (Smerud) beschäftigt, ihn durchleuchtet, welche Systeme er spielt, wie die Spielanlage ist. Wir haben uns auch mit jedem einzelnen Spieler beschäftigt“, schilderte Foda.

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Die wichtigsten Erkenntnisse wurden an die ÖFB-Elf um Kapitän Julian Baumgartlinger weitergeben. Der konzentriert sich aber ohnehin vor allem auf die eigene Mannschaft: „Wir werden wieder versuchen, unser Spiel durchzubringen und unsere Leistung nach oben zu schrauben. Wir wollen wieder Heimstärke demonstrieren“, betonte der Leverkusen-Legionär.

Dass es vermeintlich gegen eine B-Elf geht, ist ihm ziemlich egal: „Wahrscheinlich fragt am Ende des Tages keiner mehr, wie es dazu gekommen ist, dass wir uns für Liga A qualifiziert haben.“ Auch, dass zuletzt die Attraktivität im Spiel nicht die höchste war, lässt Baumgartlinger nur bis zu einem gewissen Grad gelten: „Wir haben in den letzten Jahren immer gesehen, dass man in Schönheit sterben kann.“

Auf der anderen Seite setzt Norwegen voll auf die Außenseiterrolle: „Wir haben fürchterlich viel zu gewinnen und sehr wenig zu verlieren“, erklärte Smerud.

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