Österreichs Tourismus hielt sich in der Krise EU-weit noch am besten

Geringste Einbrüche – Oberösterreich für Sommermonate gerüstet

Das Eventresort „scalaria“ in St. Wolfgang im Salzkammergut
Das Eventresort „scalaria“ in St. Wolfgang im Salzkammergut © scalaria

Die Corona-Krise traf die Welt in ihrem Ausmaß unvorbereitet und brachte vor allem auch den Tourismus beinahe komplett zu erliegen. Wie nun aktuelle Zahlen von Eurostat zeigen, schlugen sich Österreichs Tourismusbetriebe in der Krise aber noch wacker.

Während in den 27 EU-Ländern aufgrund der Coronakrise die Zahl der Nächtigungen in den ersten vier Monaten des Jahres im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 44 Prozent auf 353 Millionen zurückging, konnte Österreich den Rückgang auf 26 Prozent begrenzen. Das ist der Top-Wert aller Mitgliedstaaten.

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Am schlimmsten betroffen war Kroatien – ein Minus von 70 Prozent mussten dort die Betriebe verkraften.

Rüsten für den Sommer

Nachdem im April de facto überall ein Kompletteinbruch des Tourismus zu verzeichnen war, zeichnete sich im Juni wieder ein Aufwärtstrend ab. Der bei den Verantwortlichen begrüßt wird, wobei sich alle auch bewusst sind, wie fragil der Aufschwung angesichts wieder steigender Fallzahlen ist.

Linz wieder im Kommen

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Einen gewissen Optimismus für die kommenden Wochen spürt man auch in Oberösterreich. In der Landeshauptstadt betrug der Rückgang der Nächtigungen im Juni noch 60 Prozent, nach 78 Prozent noch im Mai. „Wir bleiben optimistisch, dass es es weiter aufwärts geht“, hofft der Linzer Tourismusdirektor Georg Steiner im VOLKSBLATT-Gespräch, dass der Trend weiter geht. Er ist sich aber auch bewusst, dass man auf Sicht fährt. Man könne ja nicht sagen, wie sich die Situation tatsächlich entwickle, so Steiner.

Seen stechen Adria aus

Ambivalent ist auch die Gemütslage beim für das ganze Bundesland zuständigen OÖ Tourismus. Denn die Lage in den Regionen ist unterschiedlich. Eines zeige sich aber deutlich, wird betont: Die heimischen Seen werden immer mehr zum Meer-Ersatz. Gerade im Salzkammergut sei die Buchungslage sehr gut, teilweise sogar besser als in den Vorjahren. In anderen Regionen hofft man noch auf kurzfristige Buchungen, viele Gäste würden noch wegen der aktuellen Unsicherheit abwarten, wird vermutet.

Ähnlich hatte sich bereits zu Beginn der Sommerferien Tourismuslandesrat Markus Achleitner geäußert. „Viele Urlaubssuchende entscheiden sich kurzfristiger denn je“, so der Landesrat, der die Vorzüge des Landes betont: „Unseren Gästen und auch der einheimischen Bevölkerung bietet Oberösterreich eine Vielzahl an Urlaubs- und Erholungsmöglichkeiten.

Alleine das Land OÖ bietet an den einheimischen Seen öffentliche Badeplätze mit einer Gesamtfläche von 1,1 Millionen Quadratmetern. Auch die Bundesforste betreiben in Oberösterreich 27 öffentliche und frei zugängliche Naturbadeplätze mit einer Gesamtfläche von weiteren 110.000 Quadratmetern“, macht Achleitner den OÖ-Urlaub schmackhaft.

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