Österreichweit 331 Corona-Neuinfektionen

Innerhalb von 24 Stunden sind in Österreich bis Freitagvormittag 331 weitere Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Das sind 16 weniger als am Vortag, wo der höchste Zuwachs seit Anfang April vermeldet worden war. Die Zahl der Todesfälle von Infizierten stieg um eine Person auf 730, wie aus den Daten von Gesundheits- und Innenministerium hervorgeht (Stand 9.30 Uhr).

Mehr als die Hälfte der Neuinfektionen gab es mit 172 am Freitag in Wien. Bisher gab es landesweit 24.762 positive Testergebnisse, 21.260 Betroffene galten als wieder genesen. Die Zahl der aktiven Fälle lag damit bei 2.772 gemeldeten Personen. 112 Covid-19-Erkrankte befanden sich am Freitagvormittag im Krankenhaus, vier weniger als am Vortag. Die Zahl der Intensivpatienten stieg um eine Person auf 22.

Die Zahl der Neuinfektionen zeigt sich nun auch in der Reproduktionszahl. Die effektive Reproduktionszahl (R-Zahl) liegt nach der aktuellen Schätzung in Österreich deutlich über 1,0 nämlich bei 1,31. Das teilte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit am Freitag mit. Auch die geschätzte tägliche Steigerungsrate ist mit plus 9,9 Prozent gestiegen.

Die Reproduktionszahl ist eine Schätzung der durchschnittlichen Zahl der Fälle, die von einer infizierten Person ausgehen. Liegt die Zahl über 1,0, nimmt die Zahl der Infektionen kontinuierlich zu, liegt sie darunter, geht die Zahl der Infektionen zurück. Die Interpretationen müssen laut AGES jedoch immer auch in Zusammenschau mit der epidemiologischen Kurve erfolgen. Die effektive Reproduktionszahl gibt keine Aussage über das Niveau der täglichen Inzidenz (Zahl der Neuerkrankungen). Herangezogen wurde diesmal der Zeitraum vom 7. bis zum 19. August.

Sieht man sich die einzelnen Bundesländer an, so liegt auch hier die effektive Reproduktionszahl überall zwischen 1 und 1,5. Allerdings: Je geringer die Fallzahlen sind, umso größeren Schwankungen ist die R-Zahl unterworfen. So war für das Burgenland und Vorarlberg die R-Zahl zwar berechenbar, aber wegen der geringen Fallzahl laut AGES aber mit großer Unsicherheit behaftet.

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