ÖSV-Adler um Kraft schnaufen nach der Ouvertüre durch

Die derzeit bei den ÖSV-Springern beliebten Tennis- oder Volleyball-Matches in der Halle finden ohne den Teamleader statt. „Ein Spielchen ist im Moment leider nicht drin, zu riskant“, sagte Stefan Kraft mit Blick auf seine derzeitige körperliche Verfassung. Nach einem weiteren Coronavirus-Test vor dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen stand für den Salzburger am ersten freien Skisprung-Tag dieser Tournee nur leichte sportliche Betätigung am Programm.

„Ich werde ausradeln, eine Runde in die frische Luft gehen und dann meine Mobilisations-, Dehnungs- und Stärkungsübungen machen, die mich wieder in ein gutes Gefühl zurückbringen“, sagte Kraft, der zum Auftakt in Oberstdorf Sechster geworden war. Den freien Tag konnte der 27-Jährige gut gebrauchen. „Ich bin richtig bereit für einen Ruhetag. Ich spüre mein Gestell schon sehr. Man merkt, zwei Wettkampftage sind ein bisserl anstrengender als das Training.“

Der Oberstdorf-Achte, Philipp Aschenwald, glaubt, dass das zuvor von Corona ausgebremste ÖSV-Team bei der Tournee schnell den Rhythmus aufnehmen wird können. „Natürlich sind wir ein bisschen aus dem Flow rausgerissen worden. Aber die Tournee bietet sich an, da hat man jeden zweiten Tag einen Wettkampf und dann geht es schnell, dass man wieder reinkommt. Ich fühle mich schon wieder voll im Wettkampfmodus angekommen.“

Im Hochgefühl des Heimsieges von Karl Geiger konnte das deutsche Team den freien Tag besonders gut genießen. „Auf den Karl kann man sich immer verlassen. Wenn der Karl in seinem Tunnel drin ist, kann er das abrufen. Momentan schwebt er auf einer sehr guten Welle“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher, der nach dem ersten deutschen Tournee-Einzelsieg seit Dezember 2015 spürbar erleichtert war.

Nach Geigers Sieg und dem fünften Platz von Markus Eisenbichler hoffe der Tiroler Cheftrainer für die nächsten drei Stationen auf eine weitere Steigerung. „Ziel ist es eher, langsam zu beginnen und immer stärker zu werden. Das werden wir weiterhin verfolgen. Die anderen werden auch nochmal aufs Pedal steigen, da müssen wir mit“, forderte Horngacher.

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