ÖSV-Duo als letzte Kugel-Hoffnung

Ski: Für Kriechmayr und Mayer zählen im Super-G von Hinterstoder nur die „big points“

Wiederholung in Hinterstoder ausdrücklich erwünscht: Ein ÖSV-Heimsieg wie bei der Hahnenkamm-Abfahrt, Matthias Mayer/r. vor Vincent Kriechmayr (oder umgekehrt), würde die Chancen auf Super-G-Kristall deutlich erhöhen. © APA/Punz

Für Vincent Kriechmayr ist Aleksander Aamodt Kilde der Favorit auf den Gesamtweltcup — es wäre die erste große Kristallkugel für einen Speed-Fahrer seit Carlo Janka (SUI) 2009/10.

Eine Tatsache, die auch Kriechmayr freuen würde, im Super-G (12.30/live ORF 1) am Samstag in Hinterstoder will der Lokalmatador dem Norweger aber keine Punkte schenken. „Ich will ja um die Super-G-Kugel mitfahren, deshalb werde ich ihm nicht den Vortritt lassen“, betonte der Oberösterreicher.

„Sind noch im Spiel“

Diese Disziplin ist die einzig verbliebene realistische Chance, den ersten Winter ohne ÖSV-Einzelkugel seit 1994/95 zu verhindern. 74 Punkte fehlen Kriechmayr als Fünften auf Kilde, bei Teamkollege Mayer sind es 72. Dazwischen liegen Mauro Caviezel (SUI/51 Punkte Rückstand) und Kjetil Jansrud (NOR/71). Daher braucht es im drittletzten Super-G der Saison die „big points“, wie auch Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher weiß.

„Noch sind wir im Spiel. Der Matthias und der Vinc können das schon holen.“ Es wäre die erste in einer Herren-Speed-Disziplin seit Klaus Kröll 2011/12 in der Abfahrt. — danach räumte nur mehr Marcel Hirscher für die ÖSV-Herren Kristall ab.

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Tribüne für Vinc-Fans

Die technisch schwere Strecke und die Fans (bis zu 14.000 werden erwartet) im Rücken sollten für die Österreicher sprechen. „Man muss schon ein kompletter Skifahrer sein, damit man hier schnell ist“, erklärte Kriechmayr, dessen Unterstützer sogar auf einer eigene Tribüne Platz nehmen werden. Der 28-Jährige dürfe dadurch nicht überpowern, mahnte Chefcoach Puelacher. „Wenn dem Vinc am Anfang vom Lauf ein Fehler passiert, dann folgt brachiales Skifahren. Er hat die Ruhe nicht.“ So gesehen auch vor vier Jahren, als der Mühlviertler am Ende als Vierter abgeschwungen war.

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