ÖVP und SPÖ in Sonntagsfrage gleich auf

ÖVP und SPÖ liegen in der Sonntagsfrage gleich auf. Nach einem Zwischenhoch der Sozialdemokraten im Februar und März treffen sich die beiden Traditionsparteien im „Österreich-Trend“ für APA und ATV (Befragungszeitraum 25. bis 28. April) in der Sonntagsfrage nunmehr bei 26 Prozent. In der Kanzlerfrage hingegen findet sich der amtierende Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) mit 35 Prozent deutlich vor SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner (28 Prozent) und FPÖ-Chef Herbert Kickl (19 Prozent).

Für den „Österreich-Trend“ wurden von Peter Hajeks Public Opinion Strategies 800 Personen befragt, und zwar telefonisch und online (Zielgruppe: österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, maximale Schwankungsbreite plus/minus 3,5 Prozent). Die Freiheitlichen, die seit Monaten konstant zwischen 18 und 20 Prozent pendeln, liegen darin aktuell bei 18 Prozent. Wie Grüne (12 Prozent) und NEOS (9 Prozent) befinden sie sich laut Hajek „in einer derzeit recht stabilen Seitwärtsbewegung“.

Stabilisiert hat sich auch die MFG, momentan käme sie auf 7 Prozent der Wählerstimmen. Das ist insofern bemerkenswert, da man medial von der neuen Partei kaum etwas wahrnimmt, hob Hajek in einer Stellungnahme gegenüber der APA hervor. Die MFG erfülle offenbar die Funktion des „politischen Blitzableiters“. Bei der Frage zur bevorzugten Regierungskoalition nach der nächsten Nationalratswahl zeigen sich die Befragten Hajek zufolge „desillusioniert“. Fast jeder Zweite hat derzeit keine Präferenz, folgerichtig gibt es aktuell auch keine Favoriten.

Auf die Frage, welche Themen derzeit von der Politik vorrangig zu behandeln wären, stehen die Preissteigerungen und die Energieversorgung ganz oben. Aber auch der Klimawandel ist nicht verschwunden. Dahinter folgen der Kampf gegen Korruption, Flüchtlinge und Integration und das Management der Corona-Pandemie. Dass Letzteres im Hintergrund stehe, sei kein positives Signal für eine Kampagne für die Auffrischungsimpfungen im kommenden Herbst, so Hajek.

Die Haltung zur Unterstützung der Ukraine ist klar: 72 Prozent sind der Ansicht, dass Österreich die Ukraine ausreichend unterstützt, nur 16 Prozent finden, es sollte mehr getan werden. 12 Prozent machten keine Angabe.

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