Olympia-Fan Hemetsberger und sein „Cool Runnings-Moment“

Daniel Hemetsberger ist schon voll in die Olympische Welt eingetaucht.
Daniel Hemetsberger ist schon voll in die Olympische Welt eingetaucht. © APA/EXPA-Groder

Olympische Abfahrten haben ab und an ja (aufgrund ihrer Leichtigkeit) auch einen schalen Beigeschmack, von der Strecke Rock in Yanqing zeigten sich die Asse aber nach dem ersten Training durchwegs begeistert.

„Das Wie ist die eine Sache. Aber was sie hier hergestellt haben ist gewaltig“, erklärte Weltmeister Vincent Kriechmayr.

Kriechmayr: „Hat alles, was Abfahrt braucht“

Unterm Strich sei es, so der Oberösterreicher, „definitiv eine würdige Olympia-Abfahrt, die alles drinnen hat, was eine Abfahrt braucht“. Er sprach diesbezüglich von „Wellen, Sprüngen, einem Flachstück, blinden Toren, hoher Geschwindigkeit, Steilkurven und hängenden Kurven“, so der 30-Jährige. Das erste Abtasten beendete „Vinc“ auf Rang 30, 2,66 Sekunden hinter dem Schweizer Stefan Rogentin.

Ähnlich enthusiastisch äußerte sich Landsmann Daniel Hemetsberger: „Die Strecke ist extremst geil, taugt mir wirklich. Ich bin ein richtiger Fan“, berichtete der Oberösterreicher. Vor allem die Einfahrt in den Schlussabschnitt, den Canyon, hat es ihm angetan: „Brutal schmal, ein Highlight und eine Schlüsselstelle wie auch die Passage beim Super-G-Start“, so Hemetsberger.


Auch das Olympia-Flair begeistert den Neuling. „Der Trubel ist neu für mich, bis jetzt habe ich es aber geschafft, relativ entspannt an die Sache heranzugehen“, so der 30-Jährige, der strahlend von einem Treffen mit den „jamaikanischen Bobfahrern, wie damals im Film Cool Runnings“ berichtete.

Hemtsberger kann sich „schnell anpassen“

Auch die Tradition des Tauschens von Ansteckern, sogenannten „Pins“, der Nationalen Olympischen Komitees mit Athleten anderer Länder lebt Hemetsberger intensiv. Das erste Kontingent war schnell eingetauscht und der Oberösterreicher ging zum Nachfassen …

Doch Olympia-Tourist ist Hemetsberger wahrlich keiner, er gilt sogar als Geheimtipp auf eine Medaille. Denn im Weltcup hat er noch den Nachteil, dass ihm die Routiniers auf den klassischen Strecken viele Fahrten voraushaben.

„Ich habe noch nicht viel Weltcup-Erfahrung, deshalb muss ich mich schnell anpassen.“ Vielleicht ja ein kleiner Vorteil bei den Olympischen Spielen, im ersten Training kam er jedenfalls als zweitbester Österreicher nach Max Franz (10.) auf Rang 17 (+ 1,33 Sek.).

Von Roland Korntner

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