Olympia: Mit-Organisator hält weitere Tokio-Verschiebung für denkbar

Ein Vorstandsmitglied des Organisationskomitees für die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobenen Tokio-Spiele hält eine weitere Verlegung für überlegenswert, wenn Olympia auch im nächsten Sommer nicht stattfinden könnte. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Lokale Organisationskomitee hatte dies ja bereits abgelehnt.

„Die Hauptpriorität besteht darin, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um die Spiele im Sommer 2021 abzuhalten“, erklärte Haruyuki Takahashi in einem Interview der japanischen Zeitung „Nikkan Sports“. „Wenn dies nicht möglich sei, “sollten wir erneut Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Verschiebung zu erreichen”, sagte er weiter.


IOC-Präsident Thomas Bach und der Präsident des Lokalen Organisationskomitees, Yoshiro Mori, hatten eine weitere Verlegung der Tokio-Spiele ausgeschlossen, wenn sie wegen der Coronavirus-Pandemie nicht am 23. Juli 2021 eröffnet werden können.

Takahashi ist als ehemaliger Lobbyist eng mit den Spielen in Japan verbunden. Für seine Tätigkeit, vor der Wahl der Olympia-Stadt für 2020 die IOC-Mitglieder von Spielen in Tokio zu überzeugen, soll er vom japanischen Bewerbungskomitee Millionen von Dollar erhalten haben. Takahashi ist ein ehemaliger Mitarbeiter der japanischen Werbeagentur Dentsu, die die exklusive Marketingagentur für die Olympischen Spiele in Tokio ist.

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