OÖ bei Zentralmatura erneut spitze

Bundesweit schafften rund fünf Prozent Mathematik nicht — Unterschiede zwischen Schulformen

Bildungsministerin Iris Rauskala und Ex-Stadtschulratspräsident Kurt Scholz präsentierten die Ergebnisse.
Bildungsministerin Iris Rauskala und Ex-Stadtschulratspräsident Kurt Scholz präsentierten die Ergebnisse. © APA/Hochmuth

Rund fünf Prozent der Schüler an allgemeinbildenden (AHS) und berufsbildenden höheren Schulen (BHS) haben die Zentralmatura in Mathematik trotz Kompensationsprüfung nicht geschafft. In Deutsch gab es für rund ein Prozent einen Fünfer, in Englisch zwei (AHS) bzw. drei Prozent (BHS). Mathematik ist also nach wie vor der Stolperstein, Bildungsministerin Iris Rauskala spricht aber trotzdem von einer „Trendumkehr“.

Bei der Zentralmatura 2019 haben insgesamt rund 45.000 Kandidaten an AHS, BHS und bei der Berufsreifeprüfung teilgenommen. Im Bundesländervergleich behauptet Oberösterreich seine Spitzenstellung: In Mathe haben dort 10,7 Prozent der AHS-Maturanten einen Einser und 7,1 Prozent (drei Prozent nach Kompensationsprüfung) einen Fünfer.

Bildungsministerin Iris Rauskala und Ex-Stadtschulratspräsident Kurt Scholz präsentierten die Ergebnisse.„Die guten Ergebnisse der oberösterreichischen Maturantinnen und Maturanten, vor allem die erneute Spitzenposition in Mathematik, bestätigen das hervorragende Bildungssystem in unserem Bundesland. Natürlich müssen wir auch dort hinschauen, wo wir noch nicht im Spitzenfeld sind, wie etwa im Fach Deutsch. Alle Beteiligten arbeiten deswegen auch weiterhin daran, unser Schulsystem weiterzuentwickeln und auf neue Herausforderungen zu reagieren“, gratulierte gestern auch Bildungsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander.

Weiterhin zeigen sich deutliche Leistungsunterschiede der Geschlechter: Mädchen schneiden etwa an der AHS in Deutsch deutlich besser ab als Burschen, in Mathematik ist es umgekehrt. Unterschiede gibt es auch zwischen den Schulformen. So fielen die Ergebnisse der Oberstufenrealgymnasien (ORG) schlechter als in der AHS-Langform aus.

Die neue Bildungsministerin bezeichnete die Zentralmatura grundsätzlich als „Mammutprojekt“, man könne sich nicht erhoffen, dass sich die Ergebnisse von einem Jahr zum anderen sensationell verbesserten.

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