OÖ bekommt modernste und größte Sortieranlage

Joint Venture rund um Bernegger und ARA investiert 60 Mio. Euro in heimisches Vorzeigeprojekt

Machen gemeinsame Sache (v. l.): Michael Wiener (CEO Grüner Punkt), Kurt Bernegger, Christoph Scharff (ARA)
Machen gemeinsame Sache (v. l.): Michael Wiener (CEO Grüner Punkt), Kurt Bernegger, Christoph Scharff (ARA) © Schnabl PR/APA(Schedl

Im Ennshafen soll ab Ende des Jahres die größte und modernste Sortieranlage für Leichtverpackungen Österreichs entstehen.

Ein Joint Venture, an dem zu je einem Drittel die Altstoff Recycling Austria AG (ARA), die Bernegger Gruppe mit Sitz in Molln sowie der Verpackungsmüllentsorger Duales System Deutschland (Grüner Punkt) beteiligt sind, investiert insgesamt 60 Mio. Euro.

In der Anlage sollen jährlich rund 100.000 Tonnen Verpackungen sortiert werden, 40 Arbeitsplätze sollen entstehen. Baubeginn soll Ende des Jahres sein, die UVP ist bereits abgeschlossen. 2024 soll die Anlage in Betrieb gehen.

Ein Hauptgrund für die Investition ist, dass Österreich bis 2025 aufgrund von EU-Vorgaben das Recycling von Kunststoffverpackungen verdoppeln muss.

Formel 80 x 80 x 80

ARA-Vorstand Christoph Scharff erläuterte bei der Präsentation des Projekts, was es braucht, um die EU-Vorgaben zu erfüllen.

„Die einfache Rechnung lautet: 80 x 80 x 80. Wir müssen 80 Prozent aller Verpackungen sammeln, daraus 80 Prozent für das Recycling aussortieren und im Recycling selbst ebenfalls 80 Prozent Ausbeute erzielen. Dann lässt sich das Ziel von 50 Prozent Recyclingquote bei Kunststoffverpackungen erreichen.

Heute stehen wir bei 58 x 58 x 78 – und einer Recyclingquote von 25 Prozent. Wir müssen also unsere Leistung in den nächsten drei Jahren verdoppeln. Mit der neuen Sortieranlage haben wir rechtzeitig für 2025 die Kapazität und Technologie, die wir benötigen“, so Scharff. Zudem werde mit der Anlage auch eine Sortierlücke im Norden Österreichs geschlossen, wurde betont.

„Der Ennshafen ist aufgrund seiner geografischen Lage und der logistischen Anbindung an Straße, Schiene und Wasser der optimale Standort. Das ermöglicht uns große Mengen klimafreundlich zu transportieren“, so Bernegger-Geschäftsführer Kurt Bernegger.

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