Oö. Flugzeugzulieferer FACC verlängert Kurzarbeit bis September

Der börsennotierte Flugzeugteilezulieferer FACC in Ried im Innkreis hat entschieden, die Kurzarbeit um drei Monate bis September zu verlängern. Wegen der nach wie vor schwer kalkulierbaren Entwicklung in der Luftfahrt werde die Situation Monat für Monat neu bewertet, informierte das Unternehmen.

Mitte Mai wurde öffentlich, dass im schlimmsten Fall 700 der 3.500 Jobs gestrichen werden könnten.

Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) zeigte sich nach Gesprächen mit Firmenchef Robert Machtlinger „sehr dankbar, dass die nunmehr verlängerte Corona-Kurzarbeit bis September genutzt wird. Das ist ein wichtiges Signal für das Innviertel und darüber hinaus für den gesamten Wirtschaftsstandort Oberösterreich,“ teilte der Landesrat in einer Aussendung am Donnerstag mit.

Man wolle die kommenden Monate nutzen, um gemeinsam Möglichkeiten auszuloten, „mit welchen Maßnahmen auf eine mögliche Fortdauer der Luftfahrt-Krise reagiert werden kann“. Man werde seitens des Landes den „Innviertler Leitbetrieb mit allen Kräften unterstützen“, so Achleitner weiter.

FACC macht mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit Airbus, 10 Prozent mit Boeing. Beide großen Flugzeugbauer haben mit Stornierungen und Kurzarbeit zu kämpfen und die Produktion gekürzt.

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