Oö. Hilfsprojekt wird Wasser im Flüchtlingslager fließen lassen

Land und Hilfswerk sichern Wasserversorgung im Camp Lipa in Bihac

V. l.: Landeshauptmann Thomas Stelzer, Stefan Fritz (Hilfswerk International) und Viktoria Tischler (Hilfswerk OÖ) präsentierten das neueste Projekt.
V. l.: Landeshauptmann Thomas Stelzer, Stefan Fritz (Hilfswerk International) und Viktoria Tischler (Hilfswerk OÖ) präsentierten das neueste Projekt. © Land OÖ/Schaffner

Oberösterreich nehme seit Jahrzehnten seine Verantwortung im Bereich der Auslandshilfe und der Entwicklungszusammenarbeit wahr.

Der jährliche Budgetposten dafür liegt bei rund 2,1 Mio. Euro, sagte LH Thomas Stelzer am Freitag. Damit habe man unter den Bundesländern eines der höchsten Budgets in diesem Bereich vorgesehen.

Jüngstes Projekt ist der Aufbau einer funktionierenden Wasserversorgung im Flüchtlingsamp Lipa in Bihac (Bosnien und Herzegowina). Bei einem Brand im vergangenen Dezember ist ein großer Teil der dortigen Infrastruktur zerstört worden.

Das Projekt wird vor Ort vom Hilfswerk International und dem OÖ Hilfswerk umgesetzt. Von den Gesamtkosten von rund 150.000 Euro übernimmt das Land OÖ 110.000 Euro.

Damit stelle man sicher, die Flüchtlinge im Camp „mit dem Allernötigsten zu versorgen“, sagte OÖ-Hilfswerk-Geschäftsführerin Viktoria Tischler. Die Arbeiten werden in rund zwei Wochen starten, kündigte Stefan Fritz, Chef des Hilfswerks International, an.

Man habe schon viele Projekte des Hilfswerks International mitfinanziert, nannte Stelzer etwa Corona-Nothilfeprojekte im vergangenen Jahr um rund 163.000 Euro sowie Hilfsmaßnahmen in der Syrien-Krise, nach dem Brand des griechischen Flüchtlingslagers Moria oder Hilfen in Mosambik nach dem Zyklon im Jahr 2019.

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