OÖ ist das Land der Politik-Rekorde

Knapp zwei Monate vor der Landtagswahl ist noch Zeit für Rückblicke

Landeshauptmann Thomas Stelzer
Landeshauptmann Thomas Stelzer © OÖVP

Noch nicht sehr rekordverdächtig sieht — nach den bisherigen Umfrage-Ergebnissen — die oö. Landtagswahl am 26. September aus.

Aber Oberösterreich erzielte in der Vergangenheit als eines der „schwarzen“ Bundesländer dennoch einige nennenswerte Politik-Rekorde.

Längste Amtszeit

Nur einmal, 1967, war bisher die SPÖ Erste. Die ÖVP sicherte sich damals dennoch mithilfe der FPÖ den Landeshauptmann. Das verhalf Heinrich Gleißner zu einem Rekord: Seine fast 26 Jahre durchgehende Amtszeit sind die bis heute österreichweit längste der Zweiten Republik. Damit kann es der aktuelle Landeshauptmann Thomas Stelzer noch nicht aufnehmen: Er ist erst seit 2017 im Amt.

Auf Regierungsebene hält Oberösterreich noch einen Rekord: Stelzer ist erst der fünfte Landeschef seit 1945 (plus einem Beamten 1945), das sind so wenige wie in keinem anderen Bundesland.

Außerdem wurde selten wie sonst nirgends — bisher erst dreizehn Mal — gewählt, weil die Legislaturperiode mit sechs Jahren die österreichweit längste ist und nie vorzeitig zu den Urnen gerufen wurde.

Sehr breit gefächert waren die Koalitionsvarianten im Lande nie: Seit 1945 schafften es nur vier Parteien — ÖVP, SPÖ, FPÖ und 1997 die Grünen — in den Landtag. Heuer hoffen die Neos, die Vier-Prozent-Hürde zu nehmen.

Josef Pühringer musste in seiner letzten Wahl das erste ÖVP-Ergebnis unter 40 Prozent akzeptieren. Über diese Marke könnte es Stelzer jetzt wieder schaffen — und damit hätte er auch das größte ÖVP-Plus im Lande im Sack. Denn bisher konnte die OÖVP nie über riesige Zugewinne jubeln, 3,9 Prozentpunkte waren der bisher größte im Jahr 1979.

Höchste Wahlbeteiligung

Musterschüler waren die Oberösterreicher übrigens immer bei der Wahlbeteiligung. Mit dem leichten Anstieg auf 81,6 Prozent im Jahr 2015 blieben sie das einzige Bundesland, das noch über 80 Prozent liegt.

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