Oö. Landwirtschaft setzt auf Bio

Fast jeder fünfte Betrieb im Bundesland bewirtschaftet seine Flächen biologisch

V. l.: Landwirtschaftskammerpräsident Reisecker und Bio Austria OÖ-Obmann Waldenberger sehen Österreich auf erfolgreichem Bio-Kurs.
V. l.: Landwirtschaftskammerpräsident Reisecker und Bio Austria OÖ-Obmann Waldenberger sehen Österreich auf erfolgreichem Bio-Kurs. © LK OÖ

Bio liegt verstärkt im Trend, auch in der oberösterreichischen Landwirtschaft: 4575 Betriebe – das ist jeder fünfte landwirtschaftliche Betrieb – bewirtschaftet seine genutzten Flächen biologisch. Die Tendenz ist steigend, wusste Landwirtschaftskammerpräsident Franz Reisecker am Freitag beim gemeinsamen Mediengespräch mit Bio-Austria zu berichten: „Seit 2016 sind in OÖ 208 neue Biobetriebe dazugekommen, das bedeutet ein Plus von 4,8 Prozent.“ Österreichweit ist ein noch stärkeres Wachstum zu verzeichnen: Seit dem Jahr 2000 wuchs man auf insgesamt 23.000 Betriebe – das ist eine Steigerung von 20,7 Prozent. Besonders signifikant ist der Anstieg bei den Bio-Ackerflächen; sie wuchsen im gleichen Zeitraum von knapp 69.000 auf 228.000 Hektar. Mittlerweile über 22 Prozent der Gemüsefläche werden in OÖ nach Bio-Richtlinien bewirtschaftet. Bio wird jedoch nicht nur von den Konsumenten immer stärker nachgefragt, es macht sogar die Bauern „glücklicher“: Laut einer Umfrage der Keyquest-Marktforschung würden sich demnach 98 Prozent der Biobauern wieder für eine biologische Landwirtschaft entscheiden. Dass der Bio-Markt wächst und gedeiht, davon erzählte Bio-Austria-Obmann Franz Waldenberger: „Seit Beginn der Erhebungen beträgt der Zuwachs 37 Prozent. Der Bio-Anteil aller Lebensmittel ohne Getreideprodukte liegt aktuell bei neun Prozent. Mit sechs Prozent ist die Gastronomie als Vertriebsweg derzeit das kleinste Segment – hier ist noch viel Luft nach oben.“

2027: Bio-Flächenanteil bei 35 Prozent

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Neben hochwertigen Produkten soll durch die besondere Art der Landwirtschaft auch eine Schonung der Umwelt erreicht werden, betonte Waldenberger. Er geht davon aus, dass der biologisch bewirtschaftete Flächenanteil bundesweit bis 2027 auf mindestens 35 Prozent ansteigen wird – aktuell liegt er bei 24 Prozent.