OÖ macht gegen Ausbaupläne für AKWs Temelin und Dukovany mobil

Neues Maßnahmenpaket ermöglich die Förderung der Anti-Atom-Vereine

Die Laufzeit des tschechischen AKW Temelin könnte sich um Jahrzehnte verlängern.

Der Brand bei Europas größtem Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine nach einem Beschuss durch die russische Armee in der vergangenen Woche hat einmal mehr die Gefahren der Kernenergie vor Augen geführt.

Neben den aktuellen Ereignissen in der Ukraine sind für die Anti-Atom-Offensive in Oberösterreich die Ausbaupläne beim direkten Nachbarn Tschechien ganz oben auf der Agenda. „Sicherheit, Unabhängigkeit und Klimaschutz können nur mit erneuerbaren Energien erreicht werden“, betont Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne).

Am Montag wird in der Landesregierung ein Anti-Atom-Maßnahmenpaket beschlossen, das die Förderung der Aktivitäten der Antiatom-Vereine ermöglicht. Die Informationsarbeit So soll die Informationsarbeit in Tschechien verstärkt fortgeführt werden. Zudem stellt die koordinierte Abwicklung von rechtlichen Schritten einen Schwerpunkt dar.

Europaweiter Atomausstieg im Fokus

Bei der NGO-Arbeit auf EU-Ebene stehen weiterhin die Bewusstseinsbildung und die verstärkte Vernetzung neben den Bestrebungen zum europaweiten Atomausstieg im Vordergrund. Ebenso konzentriert sich die Tätigkeit der NGOs auf eine Reform des Euratom-Vertrags, ein Verbot von Subventionen für Atomkraft und auf die Thematik der Haftpflicht für Atomkraftwerke in Europa.

„Auf schockierende Weise wird uns derzeit vor Augen geführt, wovor wir Atomgegner stets warnen: Im Kriegsfall können Atomanlagen zu überdimensionalen, fatalen Tretminen werden, sind Spielball der Macht“, sagt Gabi Schweiger von „atomstopp_atomkraftfrei leben!“

Für OÖVP-Atomsprecher LAbg. Klaus Mühlbacher muss die Angst vor einem absichtlich herbeigeführten Reaktorunfall auch jenen Staaten die Augen öffnen, die nach wie vor an der Atomkraft festhalten. „Atomstrom ist niemals sauber und auch niemals sicher, wir werden weiterhin mit lauter Stimme für den Ausbau wirklich erneuerbarer Energien kämpfen“, so Mühlbacher.

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